Auftritt des Tages Wieso Mannequins in Amsterdam zu Obdachlosen werden

Dienstag, 10. Juni 2014
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Amsterdam Schaufensterpuppe Mannequin


A piggy bank for the homeless from JWT Amsterdam on Vimeo.

Für gewöhnlich symbolisieren Schaufensterpuppen die Welt des Konsums, der Schönen und Reichen - ganz sicher aber nicht die der Obdachlosen. Anders in Amsterdam, wo die Hilfsorganisation BADT mit Hilfe von Mannequins eine nur auf den ersten Blick paradoxe Rechnung aufmacht. Die Logik: Damit mehr Heimatlose von der Straße kommen, müssen erst einmal mehr auf die Straße. Über 15.000 Menschen leben nach Schätzungen der Organisation Belangenbehartiging Amsterdamse Dak- en Thuislozen (BADT) auf den Straßen Amsterdams, Tendenz steigend. Doch das Problem scheint noch nicht richtig bei der Bevölkerung angekommen zu sein. Die Lösung: Agentur und Kunde besorgten sich diverse Mannequins und kleideten sie in Second-Hand-Klamotten, gespendet von den JWT Amsterdam-Mitarbeitern. Ausgerüstet mit einem Pappschild wurden die Puppen in der niederländischen Hauptstadt platziert.

Die Aufschrift: "Wir brauchen Geld für die obdachlosen Familien von Amsterdam". So erregten die vermeintlichen Obdachlosen nicht nur die Aufmerksamkeit der Passanten, sondern boten über einen Geldschlitz im Gesicht gleichzeitig auch die Möglichkeit zur Sofort-Spende. Und in diesem Fall gilt: Je geringer der Aufwand, desto größer der Ertrag - die gesamte Aktion entstand innerhalb einer Woche und kostete nicht einmal 100 Euro. fam
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