Auftritt des Tages Wenn eine nervige Vuvuzela zur praktischen Fußball-Fernbedienung wird

Dienstag, 25. März 2014
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Die Meinung zu Vuvuzelas während der Fußball-WM 2010 in Südafrika war doch ziemlich einhellig: Die Plastik-Tröten nervten vielmehr, als dass sie als Stimmungsmacher in den Stadien wirklich benötigt wurden. Jetzt allerdings feiert das fragwürdige Instrument dank des internationalen Sportsenders BeIn Sports und der New Yorker Kreativagentur TBWA/Chiat/Day ein bemerkenswertes Comeback - indem es dem gemeinen Fußballfan als nützliches Utensil für den Hausgebrauch dient. Die Geschichte, die BeIn Sports dazu in einem fast zweiminütigen Spot erzählt, ist ziemlich genial. Und dass obwohl sie auf einem uralten Klischee beruht: Frau sticht Mann aus, wenn es um die Wahl des gemeinsamen Fernsehprogramms geht. Heißt: Statt packendem Live-Fußball läuft Daily-Soap-Einheitsbrei. Die Produktidee, die der TV-Sender aus diesem Umstand ableitet: Eine Vuvuzela wird mit einer Technologie ausgestattet, die beim Hineinblasen über ein Mikrofon von einem 32-Bit-Microchip gelesen wird, der wiederum ein Signal an den heimischen Kabelreceiver sendet - und vom eingeschalteten Kanal auf BeIn Sports wechselt. So wird die einst nervige Vuvuzela zum "Game Changer" und Mann erhält die Macht im Wohnzimmer zurück.

Die Kampagne, mit der der Start von BeIn Sports in den USA beworben wird, wird unterstützt mit einer Microsite, auf der Nutzer sich auf eine Warteliste für einen der bislang 20 hergestellten "Game Changer"-Prototypen setzen lassen können. Wann und ob das Produkt tatsächlich käuflich zu erwerben sein wird, ist dagegen völlig unklar.

Bei TBWA/Chiat/Day in New York zeichnen Matt Ian (Executive Creative Director), James Cheung (Global Creative Director), Spencer Campbell (Copywriter) sowie Mike Malz (Art Director) verantwortlich. Regie führte Shillick. tt
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