Auftritt des Tages Reporter ohne Grenzen zeigt die zwei Seiten von Sotschi

Freitag, 21. Februar 2014
-
-


Die Olympischen Spiele in Sotschi neigen sich ihrem Ende entgegen - und man fragt sich, ob die Debatten über Homophobie und Pressefreiheit in Russland nach Ende der Veranstaltung womöglich wieder in Vergessenheit geraten. Eine Kampagne von Reporter ohne Grenzen erinnert derweil daran, wie wichtig eine freie Presse zur Urteilsbildung ist: Gemeinsam mit der Agentur Philipp und Keuntje installierte die Menschenrechtsorganisation in Hamburg City Light Poster, die Lüge und Wahrheit über die Spiele von Sotschi preisgeben. So beinhalten die Leuchtkästen mehrere farbige Layer, über denen zunächst eine transparente Folie liegt, der den Text auf dem Plakat für den Betrachter unlesbar macht. Dann laufen allerdings rote bzw. blaue Filter über das Plakat und geben die Botschaft frei: Sichtbar werden nun kremlnahe Verlautbarungen über die Spiele von Sotschi, die sogleich von investigative Nachrichten unabhängiger Medien konterkariert werden.

"Unsere neue Kampagne bringt es ganz ohne schockierende Bilder auf den Punkt: Die Trennung zwischen Lüge und Wahrheit ist nur möglich, wenn die Presse frei berichten kann", sagt Mathias Wahler, der bei Reporter ohne Grenzen für Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Simon Jasper Philipp, Kreativdirektor bei Philipp und Keuntje, ergänzt: "Wir haben gemeinsam einen Weg gefunden, das klassische City-Light-Poster auf eine noch nie dagewesene Art zu nutzen, um die Aufmerksamkeit auf das wichtige Thema der Pressefreiheit in Sotschi zu lenken."

Bei der Agentur zeichnen neben Jasper Unitleiter Kreation Diether Kerner, Texterin Adrienne Tonner, Art Director Mareike Hinsche sowie die Berater Tanja Contreras und Ilona Perger für die Kampagne verantwortlich. ire
Meist gelesen
stats