Auftritt des Tages Mit Schockbildern gegen die Niedriglohn-Textilindustrie

Donnerstag, 03. April 2014
Motiv der Anzeigenkampagne von IGfM (Foto: IGfM)
Motiv der Anzeigenkampagne von IGfM (Foto: IGfM)

Hinsehen statt Wegschauen - auch wenn es schwerfällt. Das ist die Botschaft einer aktuellen Anzeigenkampagne der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM), die mit schockierenden Motiven auf die Missstände in der Niedriglohn-Textilindustrie aufmerksam macht. Fotograf der Kampagne ist Tom Grammerstorf. "Get a closer look" steht auf den Motiven geschrieben, die schwer verwundete Menschen schonungslos abbildet. Bei genauerer Betrachtung ist zu erkennen, dass die Verletzungen nicht echt, sondern aus textilen Strukturen und Materialien nachgebildet sind. Dazu hat das verantwortliche Kreativteam um Fotograf Grammerstorf mit der Pathologie der Universität München zusammengearbeitet. Die finalen Motive entstanden schließlich im Zusammenspiel aus Fotografie, 3D-Scanning und CGI-Modeling.

Die Anzeigen werden im Umfeld von Einkaufszentren und Fußgängerzönen in deutschen Städten zu sehen sein und sollen Passanten auf die schlechten Arbeitsbedingungen und mangelhaften Sicherheitsstandards in vielen Textilmanufaktoren weltweit aufmerksam machen, die jährlich tausende Opfer fordern.

Bei der IGfM in Frankfurt zeichnet Max Klingenberg federführend für die Kampagne verantwortlich. Die Art Direktion kommt von Enrico Hoppe, der Text von Kolja Danquah. Beide arbeiten als freie Kreative. Das 3D-Scanning übernahm Behr Bros. tt

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