Auftritt des Tages "Fuck The Poor" - Das schonungslose Moral-Experiment von Publicis London

Dienstag, 08. April 2014
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Anteilnahme ist noch lange keine echte Hilfe - diese Botschaft vermittelt die britische Hilfsorganisation The Pilion Trust in einem originellen und in seiner Schlussfolgerung schonungslosen "Social Experiment" mit dem provokativen Titel "Fuck The Poor". Und der Casefilm zur Kampagne, die von Publicis London entwickelt wurde, hält, was der Titel verspricht. Der 80-Sekünder präsentiert einen jungen Mann, der als "Sandwich-Man" mit zwei großen Werbetafeln auf Bauch und Rücken durch die belebten Straßen Londons läuft. Die Werbebotschaft auf den Tafeln, die der Protagonist verbreitet und der er auch verbal Nachdruck verleiht: "Fuck The Poor". Die logische Folge sind entrüstete Reaktionen von Passanten, die auf den vermeintlich unmoralischen Werbeträger einreden und ihn lautstark mit Verachtung strafen.

Im zweiten Teil des Clips wendet sich jedoch das Blatt: Aus "Fuck The Poor" wird "Help The Poor" und der Protagonist versucht im Menschentreiben kleine Spenden für Obdachlose einzusammeln - und wird von den Menschen jetzt völlig ignoriert. Der in seiner entwaffnenden Eindeutigkeit überzeugende Film endet mit der Strapline: "We know you care. Please care enough to give."

Der Clip startet in diesem Monat in britischen Kinos. Bei Publicis sind Andy Bird (Creative Director), Jolyon Finch (Art Director) und Steve Moss (Copywriter) verantwortlich. Produziert wurde der Film von Super Goober, Regie führte Jonathan Pearson. tt
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