Auf Initiative von Peta Scholz & Friends will keine Wildtiere in der Werbung mehr einsetzen

Dienstag, 15. Dezember 2015
Im Remake wurde der Elefant durch eine digitale Kopie ersetzt
Im Remake wurde der Elefant durch eine digitale Kopie ersetzt
Foto: Fischer/Screenshot Youtube

Scholz & Friends will künftig auf den Einsatz von Wildtieren in der Werbung verzichten. Die Idee entstand, nachdem die Tierrechtsorganisation Peta den Einsatz eines Elefanten in einem von der Agentur entwickelten TV-Spot kritisiert hatte, wie Scholz & Friends mitteilt.
Der Anlass von Petas Initiative war der TV-Spot für Fischer Dübel, den Scholz & Friends im Sommer kreiert hatte. Darin wird ein Elefant auf eine Schaukel gesetzt, um die Stabilität der Befestigungssysteme von Fischer zu demonstrieren:


Peta sei anschließend auf die Agentur zugegangen und habe auf die kritischen Bedingungen der Wildtierhaltung in der Unterhaltungsbranche hingewiesen. Also hat Scholz & Friends den Spot neu gedreht - diesmal mit einem komplett digitalen Dickhäuter. Das Original wurde entfernt und durch die Kopie aus Pixeln ersetzt. Hier die neue Version:
Das Remake (Postproduktion: Storz & Escherich) soll im kommenden Jahr weiter im TV eingesetzt werden - auch in anderen Märkten. "Mit der Aktion wollen wir zeigen, dass die technischen Möglichkeiten inzwischen so gut sind, dass der Einsatz von echten Wildtieren nicht mehr nötig ist und die Kreativität dadurch nicht eingeschränkt wird",  sagt Stefan Wegner, Partner der Scholz & Friends Gruppe und Geschäftsführer von Scholz & Friends in Berlin. Scholz & Friends werde daher künftig gruppenweit auf den Einsatz von Wildtieren in Filmproduktionen vollständig verzichten.

Peta lobt Scholz & Friends für diese Initiative: "Wir sind begeistert, dass Scholz & Friends unseren Hinweis so kreativ und konstruktiv aufgenommen hat", freut sich Peta-Mann Peter Höffken. "Die Verwendung von computergenerierten tierischen Darstellern ist fortschrittlich und tierfreundlich zugleich."

Peta hat vor zwei Jahren selbst eine viel beachtete Kampagne gegen den Einsatz von Wildtieren im Zirkus gestartet: "Der letzte Auftritt" erzählte die Geschichte der Elefantendame "Tyke", die 1994 auf den Straßen Honolulus erschossen worden war, nachdem sie zuvor ihren Trainer bei einer Zirkusvorführung tödlich verletzte und ausbrach. Kreiert wurde die Kampagne seinerzeit von Grabarz & Partner. ire
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