Architekturbiennale Hornbach und Heimat betreten verbotenes Terrain

Sonntag, 24. April 2016
Der "Stern" hat die Hornbach-Werbung auf der Biennale als erstes entdeckt und bereits darüber berichtet
Der "Stern" hat die Hornbach-Werbung auf der Biennale als erstes entdeckt und bereits darüber berichtet
Foto: Stern
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Hornbach Heimat Architekturbiennale Venedig Guido Heffels


Gerade mal vier Wochen ist es her, dass Hornbach mit seiner aktuellen TV-Kampagne wieder mal ein kommunikatives Highlight gesetzt hat, da basteln die Baumarktkette und ihre Agentur Heimat auch schon am nächsten Coup. Viel ist noch nicht bekannt, nur, dass es mit der 15. Internationalen Architekturausstellung in Venedig zu tun hat.

Auf der Biennale di Venezia ist der deutsche Pavillon schon seit einigen Wochen mit einer Art Hornbach-Vorhang verhüllt. Das ist insofern ungewöhnlich, als dass Werbung dort eigentlich überhaupt nicht erlaubt ist. Die in mehreren Sprachen aufgedruckten Sprüche auf dem Vorhang nehmen ganz offensichtlich Bezug auf die Vorjahreskampagne "Global Flag Project", mit der Hornbach in der Flüchtlingskrise ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt hat: "Wenn hier 16 Nationen zusammenarbeiten, dann geht das auch im Rest der Welt" ist dort beispielsweise zu lesen. Oder: "7000 Sprachen, aber nur ein Weg, den Nagel in die Wand zu hauen."

Hornbach und seine Agentur geben sich aktuell noch bedeckt, was es damit genau auf sich hat. Aber wer die Hornbach-Kampagnen von Heimat kennt, dem dürfte klar sein: Dahinter steckt definitiv mehr als eine Guerilla-Outdoor-Aktion. 
Im Hornbach-Spot lässt Heimat einen nackten Mann einen Berg hinunterspringen
Bild: Heimat

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In den kommenden Wochen wird sich zeigen, was sich das Heimat-Team rund um Kreativchef Guido Heffels nun wieder ausgedacht hat. Der Agenturchef verrät nur so viel: "Der Vorhang fällt am 27. Mai". Einen Tag später wird die Architektur-Biennale offiziell eröffnet. Der deutsche Beitrag steht unter dem Motto "Making Heimat. Germany, Arrival Country". Hier ist die namentliche Nähe zu der Berliner Agentur ja schon mal gegeben. Und inhaltlich passt das Credo auch hervorragend zur "Global Flag Campaign" von Hornbach. Man darf also gespannt sein, wie es weitergeht. HORIZONT Online wird darüber berichten. bu

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