Adidas Runners Heimat Active baut globale Lauf-Community für Adidas auf

Dienstag, 02. August 2016
Adidas will Läufer in aller Welt aktivieren
Adidas will Läufer in aller Welt aktivieren
Foto: Heimat Active

Adidas sieht sich traditionell als Performance-Marke. Diese Positionierung wollen die Herzogenauracher nun noch stärker nach außen tragen - mit einer neuen, weltweiten Community für Laufbegeisterte: Adidas Runners soll nicht nur Läufer zusammenbringen, sondern ihnen auch Unterstützung bei Fragen zu den Themen Training, Fitness und Ernährung bieten.
Diese Hilfestellung erfolgt durch Experten, die entweder von Adidas selbst gestellt werden oder bei dem Sportartikler unter Vertrag stehen. Sie unterstützen die Sportler bei ihren Zielen im Laufbereich - ob Marathon oder erste Schritte.
„Wir wollen die Läufer dieser Welt vereinen und ihnen eine großartige Zeit miteinander ermöglichen.“
Marc Oltmann
Adidas Runners formieren sich derzeit in 18 Städten in 15 Ländern. In Deutschland gibt es in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München erste Communities. Jedes Team hat einen oder mehrere Kapitäne, die zusammen mit einem Running Coach und Pacer, Coaches für die Bereiche Strength & Nutrition und einem Medical Coach ihren Teams Beine machen. Weitere Teams sollen noch in diesem Jahr entstehen. Ein erstes gemeinsames Event der Running-Community fand am vergangenen Wochenende in Berlin statt, als 400 Läufer aus 17 europäischen Städten im Rahmen der Adidas Runners City Night ein gemeinsames Wochenende verbrachten.

Das Konzept für Adidas Runners stammt von Heimat Active. Der Ableger der Agentur Heimat startete in diesem Jahr im April und hat sich auf (digitales) Engagement und Aktivierung spezialisiert. Geschäftsführer sind Florian Hoffmann und Alex Stauss. Für Adidas hat das Team in diesem Jahr bereits das Street-Soccer-Event Tango League konzipiert. Nun legen Hoffmann und Stauss den Fokus auf Adidas Runners. Derzeit arbeiten sie am Aufbau einer digitalen Plattform für die globale Laufcommunity. Bis dahin können Interessenten sich auf adidas.de/adidasrunners über das Projekt informieren.
Ein erstes Event der Adidas Runners fand am vergangenen Wochenende in Berlin statt
Ein erstes Event der Adidas Runners fand am vergangenen Wochenende in Berlin statt (Bild: Heimat Active)
"Urban Runners verfolgen eine Reihe von unterschiedlichen Zielen: Einige wollen ihre PB brechen, andere den Kopf frei bekommen und wieder andere wollen einfach nur fitter werden und Spaß haben. Ungeachtet der Gründe wissen wir, dass Läufer durch die Gemeinschaftlichkeit und durch die Verbindung zu einer Community euphorisiert werden. Mit den Adidas Runners schaffen wir ein Netzwerk wie noch nie zuvor. Wir wollen die Läufer dieser Welt vereinen und ihnen eine großartige Zeit miteinander ermöglichen", sagt Marc Oltmann, Director Brand Communications Market Central bei Adidas.

Bislang unterhielt Adidas in einigen Städten, unter anderem in Berlin, eigene Communities, die unter dem Label Adidas Boost die Straßen unsicher machten. Da es sich dabei um relativ kleine und geschlossene Zirkel handelte, wollen die Herzogenauracher nun einen neuen Impuls für die Nutzer ihrer Lauf-Produkte sorgen. Adidas Runners ist jedoch natürlich auch eine Reaktion auf die Aktivitäten des großen Konkurrenten Nike in diesem Bereich, der mit Nike Plus bereits seit Jahren Millionen Menschen weltweit aktiviert.

Eine spannende Frage dabei wird sein, inwieweit Adidas die App Runtastic mit der neuen Lauf-Community verknüpft. Adidas hatte die Anwendung vor knapp einem Jahr von Axel Springer übernommen und dafür 220 Millionen Euro bezahlt. Adidas Runners und Runtastic könnten sich gegenseitig befeuern und neue Nutzer zuführen, wenn beide Produkte miteinander verbunden werden. Jedenfalls wird Adidas das Feld in diesem Bereich kaum der Konkurrenz überlassen wollen, die sich bereits auf dem Markt der Fitness-Apps tummelt: 
Infografik: Sportriesen investieren in Fitness-Apps | Statista
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