ADC-Umfrage Warum Deutschlands führende Kreative zum ADC-Festival fahren

Dienstag, 19. Mai 2015
Katrin Oeding, Timm Weber, Jens Theil und Alexander Reiss (v.l.)
Katrin Oeding, Timm Weber, Jens Theil und Alexander Reiss (v.l.)
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ADC St. Pauli ADC-Festival Art Directors Club


Vom 19. bis 23. Mai verwandelt der Art Directors Club (ADC) die Hamburger Reeperbahn, das Schmidts Tivoli und das Millerntor-Stadion in kreatives Gefahrengebiet. HORIZONT hat sich unter Deutschlands Top-Kreativen umgehört, mit welchen Erwartungen sie zum diesjährigen ADC-Festival fahren und was sie von dem Kongress-Motto "Creating the digital Hype" halten. Zum Abschluss der Online-Serie folgen heute Alexander Reiss, Timm Weber, Katrin Oeding und Jens Theil. Bis zum Start des Festivals präsentiert HORIZONT Online an dieser Stelle jeden Tag weitere Statements.

Alexander Reiss, Executive Creative Director Saatchi & Saatchi

Alexander Reiss, Executive Creative Director Saatchi & Saatchi Düsseldorf
Alexander Reiss, Executive Creative Director Saatchi & Saatchi Düsseldorf (Bild: Saatchi & Saatchi)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ich freue mich darauf, viele meiner ADC-Kollegen wiederzusehen. Der ADC ist ja auch eine Art Klassentreffen. Natürlich freue ich mich aber auch auf anregende Diskussionen in meiner Jury und ich hoffe, ein paar Nägel mit nach Hause bringen zu können. Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Jegliche Diskussion darüber, ob eine Arbeit wirklich sehr gut ist oder ggf. eben nicht, ist spannend, solange sie auf inhaltlicher Ebene geführt wird. Eitelkeit, Agenturdünkel und Überheblichkeit stören nur.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Ich finde, dass sich das Programm in den letzten Jahren stark verbessert hat. Es werden nicht bloß große Namen präsentiert, sondern Leute, die wirklich was zu sagen haben. Kaoru Sugano hat mit "Sound of Honda" eine meiner Lieblingsarbeiten kreiert und Colleen Decourcy den fantastischen "Small Business Saturday". Aber mich interessiert auch, wie ein Song als interaktives, museales Erlebnis begehbar gemacht werden kann.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Hype klingt mir zu sehr nach Hysterie und der nächsten Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Es ist unsere Aufgabe, möglichst viele Menschen mit unseren Ideen zu begeistern. Das gelingt meiner Meinung nach mit Relevanz am besten und nachhaltigsten.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Ich sehe den Schwerpunkt eher im Digitalen, was absolut richtig ist. Mit Hype kann ich, wie gesagt, nicht besonders viel anfangen. Ich denke, auch keinem der Referenten ging es je darum, Hypes zu kreieren. 

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Die Location ist der Hammer! Als Fan des 1. FC Köln habe ich natürlich noch nie in einer Loge ein Spiel gesehen, sondern im Gästeblock. Ich habe sechs Jahre in Hamburg gelebt und komme immer wieder gerne hierhin. Von mir aus auch gern die nächsten Jahre.

Timm Weber, Geschäftsführer Kreation Publicis

Timm Weber (l.) und Henner Blömer führen Publicis Hamburg (Foto: Agentur)
Timm Weber (l.) und Henner Blömer führen Publicis Hamburg (Foto: Agentur)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ich bin gespannt, was als Highlights des Jahres ausgezeichnet wird. In einem Jahr, in dem ich jetzt, wenn ich so spontan drüber nachdenke, nicht auf so viele Highlight komme. Darüber hinaus freue ich mich natürlich sehr auf tolle Tage mit tollen Leuten.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Da ich in der Digital Jury bin, wird sicher viel darüber diskutiert werden, ob diese Arbeiten, die dort eingeschickt wurden, im World Wide Web eine Relevanz und Existenzberechtigung haben. Kann Deutschland, was die Entwicklung im digitalen Raum angeht, mithalten oder hinken wir maßlos hinterher.

Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was  hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Ich glaube nicht, dass Digital ein Hype ist, sondern ein Normalzustand. Unser Leben ist schon jetzt vollkommen von Digital durchdrungen und zwar ohne dass es dafür einen digitalen Hype vom ADC brauchte. Spannend ist es allerdings, zu sehen, was digital alles macht, was es sein kann, was es uns für neue Möglichkeiten eröffnet.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Hype klingt so hysterisch und aufgebauscht. Ein  Hype ist auch etwas, was eine Zeit da ist und dann wieder verschwindet. Nichts davon passt so wirklich zu Digitalisierung. Für mich ist Digitalisierung eher eine kontinuierliche und bleibende Entwicklung, die unser Leben in vielen Feldern verändert, auch in der Kommunikation.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Ich glaube, der Schwerpunkt ist der richtige. Der Titel ist sehr unglücklich gewählt. Da hätte man mal einen Texter dransetzen sollen.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Ich finde es sehr spannend, dass das Festival auf St. Pauli stattfindet. Alles gebündelt an einem Ort. Nur die Wildpinkler müssen dort aufpassen: Denn St. Pauli pinkelt zurück.

Katrin Oeding, Geschäftsführerin Studio Oeding

Katrin Oeding, Gründerin von Studio Oeding
Katrin Oeding, Gründerin von Studio Oeding (Bild: Studio Oeding)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ich bin gespannt und freue mich auf die Bandbreite der Einreichungen. Ich hoffe, dass das Niveau der Arbeiten auf dem der internationalen Wettbewerbe ist.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Über Trends und Innovationen.

Welche nicht? Dass die Berechtigung der Verpackungsdesign-Kategorie im Wettbewerb nicht infrage gestellt wird.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Digital ist Alltag. Ich bin gespannt, wie uns dieser Alltag inspirieren wird.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Wir sind in meinen Augen über das Hype-Stadium bereits hinaus. "What's next?" Das ist für mich die entscheidende Frage.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt?  Es ist für mich immer spannend zu sehen, was die Vision ist. Digital ist die Gegenwart.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? St. Pauli ist ein Teil Hamburgs - für Hamburger und Gäste. 

Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Eindeutig nach Hamburg.

Jens Theil, Bodenleiter Kreation Kolle Rebbe

Jens Theil (l.) und Matthias Erb starten die Agentur Supermoon
Jens Theil (l.) und Matthias Erb starten die Agentur Supermoon (Bild: Supermoon)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Wenn du in der ADC-Jury dabei sein darfst, ist das ein bisschen wie ein Familienfest. Am Ende sind alle betrunken und sagen sich endlich mal die Wahrheit. Das erwarte ich dieses Jahr wieder und freu mich drauf.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Keiner hat mehr Bock auf die Fake-Diskussion. Trotzdem müssen wir überlegen, ob Sichtbarkeit nicht mehr ein Kriterium sein muss. Da müssen wir leider durch, sonst bauen wir unseren eigenen Elfenbeinturm. Ich finde Inspiration durch Prototypen wichtig. Das sind die Highlights jeder Automesse. Aber ein Tesla auf der Straße ist tausenmal aufregender als die x-te Ufo-hafte französische Sportwagenstudie, die eh nie gebaut wird.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Falsch ist es nicht.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? 1. Ich weiß es auch nicht. 2. ist der nicht schon da? Oder schon wieder vorbei? Oder schon wieder da?

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Ich tue mich schwer mit dem Thema, mir fehlt ein bischen die Kante. "Digital/analog" und "Online/Offline" sind keine Kriterien für gute Kreation, das ist aber, wofür der ADC stehen sollte.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Die letzten beiden Festivals waren ne eins. Für mich gehört der ADC nach Hamburg, auch wenn ich meiner Heimatstadt Frankfurt so viel Coolness damals gar nicht zugetraut hätte.

Ralf Heuel, Geschäftsführer Kreation Grabarz & Partner

Ralf Heuel, Kreativ-Geschäftsführer von Grabarz & Partner
Ralf Heuel, Kreativ-Geschäftsführer von Grabarz & Partner (Bild: Radiozentrale)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ehrlich gesagt, mit der gleichen Erwartung wie in den letzten Jahren: Ich möchte mich ein paar Tage lang von möglichst vielen fantastischen Ideen wegbimmeln lassen. Ich freue mich auf tolle Arbeiten, die man kennt – und viele Ideen, die man vorher nie gesehen hat.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Ich bin zum dritten Mal in der Jury „Ganzheitliche Kommunikation“ und die Diskussionen waren in der Vergangenheit immer sehr seriös, intensiv und substanziell. Insofern bin ich ganz optimistisch, dass wir über die richtigen Dinge sprechen werden. Eigentlich gibt es nur eine Frage, um die es geht: Hat die Idee Menschen bewegt?

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Das Programm sieht vielversprechend aus, weil Themen, Branchen und Expertise gut gemischt sind. Ich persönlich bin gespannt, was Philipp Schröder von Tesla zum Thema Automobil zu erzählen hat. Nicht nur, weil wir viel für Volkswagen arbeiten. Leute, die einen "Insane"-Button in ihre Autos bauen, können unmöglich langweilig sein.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Das Motto springt leider ein bisschen sehr kurz. Ein Hype kommt und geht wieder. Tamagotchis waren mal ein Hype. Oder skinny Jeans. Das wird dem, was in unserer Branche gerade an substanzieller digitaler Umwälzung passiert, nicht mal ansatzweise gerecht. Digital ist gekommen, um zu bleiben.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Das Thema Digital ist nicht besonders originell, aber selbstverständlich der richtige Schwerpunkt – schließlich ist es das, was die Branche bewegt und in Zukunft bewegen wird (und nicht nur unsere, wie man an der Auswahl der Referenten erkennt).

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Ganz gleich, wofür: St. Pauli ist immer eine 1A-Location. Allerdings halte ich die ganze Diskussion, wo findet das Festival statt, für total überschätzt. Als Kreative sollten wir neugierig sein und neugierig bleiben. Warum also nicht das Festival als Wanderausstellung machen, jedes Jahr woanders? Und warum nicht mal in der Provinz? 2016 Bielefeld, 2017 Lüdenscheid? Ich bin sicher, wir alle würden was lernen.

Friedrich von Zitzewitz, Geschäftsführer Kreation Plan.net

Friedrich von Zitzewitz
Friedrich von Zitzewitz (Bild: Serviceplan)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ich freue mich darauf, mit alten Bekannten und tollen Kreativen vor allem die eine Frage zu diskutieren: "Was ist denn daran digital?"

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Genau diese Frage: "Was ist denn daran digital?" Weil es doch mittlerweile kaum einen Kommunikations-Case mehr gibt, der nicht irgendeine digitale Komponente hat. Und deshalb ist es gerade in der Digitale-Medien-Jury besonders spannend zu diskutieren, wie wichtig es für einen Case ist, dass er digital ist. Nicht so spannend finde ich hingegen immer die Frage nach der Effizienz.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Das Programm gefällt mir sehr gut. Wobei ich bei dem Motto ein wenig zwiegespalten bin. Wenn man das Motto liest als den generellen Hype um die digitale Kommunikation, dann habe ich das Gefühl, dass man ein gutes Jahrzehnt zu spät dran ist.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Wenn man es allerdings liest als die Aufforderung, Kommunikation so kreativ, sexy, polarisierend, überraschend oder emotional zu machen, dass die Menschen darüber reden (und das heutzutage natürlich vorwiegend in den digitalen Medien), dann finde ich das Motto auch wieder super.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Ja, vor allem dann, wenn wir klarmachen können, dass die ureigensten Themen des ADC wie Kreativität und Storytelling die Treiber in einer Kommunikationswelt sein müssen, in der es eigentlich keine Grenzen mehr gibt zwischen Klassik, Dialog, PR oder irgendeiner Disziplin und der digitalen Kommunikation.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Das finde ich wirklich voll gut und für mich als echten Hamburger kann das Festival auch auf ewig in meiner Stadt bleiben.

Matthias Storath, Geschäftsführer Kreation Heimat

Matthias Storath
Matthias Storath
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb?  Leider gibt es keine wirklich disruptive Arbeit aus 2014. Vor allem keine digitale. Over all werden wir sehr viel Konservatives bis Reaktionäres sehen. Und viele Awardideen.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Ich bin in der Jury Onlinefilm. Ich wünsche mir eine ernsthafte, zeitgemäße Auseinandersetzung mit Onlinefilm. Die Fragen, die wir uns stellen müssen sind: Hat die Arbeit eine disruptive Kraft? Bewegt sie Marke, Markt und Kategorie? Oder ist sie nur eine schickes Filmchen?

Diskussionen von der Liga "Äh, aber der Film ist doch gar nicht viral gegangen" oder das "Ist ja nur eine Pre-Roll Ad" sind nicht mehr zeitgemäß. 2015 ist das Jahr, in dem sich die  Kommunikationsagenturen der  Realtiät stellen müssen: Paid Media beherrscht auch digital.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Ich finde das Programm solide.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Die Begrifflichkeit "Digitaler Hype" spiegelt die Sicht der "Wetten dass ..."-Generation auf digitale Kommunikation: Hauptsache einen kurzfristigen möglichste lauten Hype kreieren.  Das ist nicht nur konservativ sondern einfach falsch. Digitale Kommunikation wird innerhalb der nächsten drei Jahre fast überall die Führung übernehmen. Die Frage ist deshalb nicht "Wie kreiere ich einen digitalen Hype" sondern "Welche Idee hat die Kraft, etwas radikal und dauerhaft zu verändern?"

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Ein Signal hat die "Ad Age Digital Conference" gesetzt. Die haben das "Digital" gestrichen und dazu geschrieben „It’s all digital now“. Das ist die richtige Sicht. Ein treffenderes ADC-Motto hätte ich gefunden: "Digital ist so normal wie Pipi machen." Aber: Ich glaube wir meinen das Motto sowieso nicht wirklich ernst. Das war wahrscheinlich eher so. Jemand hat gesagt "Wir müssen irgendwas mit digital machen." Dann hat ein anderer gesagt: "Aber beeilt Euch, der Druckunterlagenschluss für die Plakate ist in fünf Minuten". Und dann hat jemand gesagt "Creating the digital Hype." Jubel! Applaus! Die Plakate können in Druck.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt? Was hältst du von der Location? Ich finde die Liebe der Kreativen zu einem fußballerisch wie wirtschaftlich bedeutungslosen Verein schrullig, aber sympathisch. Es würde uns als Club aber auch gut stehen, sich am FC Bayern zu orientieren. Dem modernsten und bestgeführten Fussball-Club der Welt.

Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Ich habe Frankfurt gemocht. Die Ausstellung und die Gala in den Messehallen hatte so etwas Normales.

Stefan Schulte, Geschäftsführer Kreation Thjnk

Stefan Schulte
Stefan Schulte (Bild: Thjnk)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Spaß und Inspiration. Wobei es mit der Inspiration beim ADC oft schwierig ist. Weil die meisten guten Arbeiten kennt man schon. Aber ich freue mich über jede Überraschung.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Grundsätzlich geht es natürlich um die eingereichten Arbeiten und ob sie auszeichnungswürdig sind oder nicht. Da ich in der Internetfilm-Jury sitze, würde ich ungerne darüber diskutieren, was ein Internetfilm ist.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongress. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Ich finde es spannend, sogenannte digitale Hypes zu analysieren. Außerdem finde ich Tesla geil. Deswegen werde ich mir mit Sicherheit den ein oder anderen Vortrag anhören.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Wir sind im Jahr 2015. Mein erstes iPhone hatte ich 2008. Youtube hat im Jahr 2007 mit Werbeeinblendungen bei Videos angefangen. Facebook hat mehr als 1,5 Milliarden Mitglieder. Da muss man keinen Hype kreieren. Das ist die Gegenwart.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Ob richtig oder falsch wird von den Vorträgen abhängen. Aber – alle reden von Digital, Content und Big Data. Deswegen erhoffe ich mir, den einen oder anderen spannenden Vortrag mitzuerleben. Woran ich persönlich glaube ist: Man muss in der Kommunikationsbranche, im Marketing und in Agenturen immer wieder spannende Themen identifizierten. Und diese Themen muss man in spannenden Geschichten erzählen. In welchem Kanal, hängt von der Zielgruppe ab, die ich erreichen will.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten auf St. Pauli statt? Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? St. Pauli finde ich spannend. Vielleicht machen wir es nächstes Jahr beim BVB in Dortmund? Und wenn das nicht funktioniert, würde mir Berlin auch reichen.

Felix Glauner, CCO Havas Worldwide

Felix Glauner
Felix Glauner (Bild: Havas)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ich freue mich, Kollegen mal nicht nur in der Drehtür, auf dem Weg zur Pitchpräsentation zu treffen. Inspiration und Austausch stehen ganz vorne. Ein paar Überraschungssieger, neben den üblichen Verdächtigen mit großer Awardmaschinerie, wären schön. Ich erhoffe mir insgesamt mehr Leichtigkeit und weniger Zelebrieren des ADC als Gralshüter der einzig wahren Kreativität.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? "Macht die Idee Sinn?" Die Frage sollten sich Kreativ-Juries allgemein öfter stellen. Vor einer Digital-Hype-Diskussion muss ich mich in meiner Jury hoffentlich nicht fürchten.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongress. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Für mich klingt das Motto nach Demexco meets Gamescom, very international und etwas aufgeregt. Da hat jemand zu viel auf einmal gewollt. Schade, das kann der ADC besser.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und finden Sie es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Das müssen Sie die fragen, die sich das Motto ausgedacht haben... Erfolg ist immer gut, noch schöner wird er, wenn er nachhaltig ist und nicht wie ein "Hype" verpufft.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Inhaltlich wird es sicher interessant, die Thematik ist relevant, mal sehen, was der Kongress so bringt. Aber ein originelleres Motto hätte gutgetan.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten mal auf St. Pauli statt? Was halten Sie von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival Ihrer Meinung nach hin? St. Pauli ist grandios, freue ich mich sehr drauf. Großes Kompliment an die Organisatoren. Ich wünsche mir allerdings Berlin zurück, da gibt`s doch so viele tolle ungenutzte Flughäfen.

Birgit van den Valentyn, Executive Creative Director Ogilvy & Mather Berlin

Birgit van den Valentyn
Birgit van den Valentyn (Bild: Ogilvy)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ich möchte mich nicht langweilen. Egal, ob die Ideen offline oder online sind, ob sie einen Moment grandiose Unterhaltung schenken oder ein wichtiges Thema in die Gesellschaft tragen, die Leute zum nachdenken, streiten, weinen oder lachen bringen, sie müssen bewegen. Einen langweiligen Hype gibt es nicht.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Inhaltliche Diskussionen unbedingt. Politisches Rumgelaber, da hab ich keine Lust drauf.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongress. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Ich hatte mich sehr auf Colleen Decourcy gefreut. Sie wäre die einzige Frau unter den Referenten gewesen! Gerade heute ist die Sehnsucht nach dem weiblichen Blick auf die Welt doch überall und in allen Bereichen spürbar: Malala, Hillary, Lagarde, Michelle, Angelina, Beyoncé... oder auch Khaleesie sind Ausdruck dessen. Eine beeindruckend starke schlaue Frau hätte ich mir auch für den Kongress gewünscht. Sonst freue ich mich noch sehr auf Tesla Deutschland. Hier entsteht die Faszination einzig und allein aus dem Produkt und Produktdesign heraus. Und wir wissen seit Apple, was für einen verdammt sexy Hype das alleine auslösen kann.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Wenn der Kunde sagt, "wir brauchen einen digitalen Hype", meint er damit "wir brauchen viele likes". Das allein kann nicht erstrebenswert sein. Erstrebenswert ist es, eine Arbeit zu erschaffen, die berühmt wird, weil sie etwas in den Menschen berührt und/oder in der Gesellschaft bewegt.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? "Creating the digital Hype" ist eine bewusst provokante Formulierung und das finde ich gut. Denn der Hype nach dem digitalen Hype ist Alltag in unserer Branche. Zeit, dass wir mal drüber streiten.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten auf St. Pauli statt? Was hältst du von der Location?  Super! Herzlichkeit und Bodenständigkeit stehen dem ADC gut.

Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Back to Berlin. Alles andere wäre Quatsch.

Patricia Pätzold, Deputy Global Creative Director FCB

Patricia Pätzold
Patricia Pätzold
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Deutschland zeigt in internationalen Award-Shows immer mehr, wo der Hammer hängt. Ich erwarte kreative Highlights auf internationalem Niveau.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Diskussionen darüber, ob eine Arbeit wirklich ein „Game Changer“ ist, bringen uns weiter. Diskussionen über Dubletten bremsen uns.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Die Referenten sind dieses Jahr wieder sehr hochkarätig. Kompliment an meine ADC-Kollegen, die das alles auf die Beine gestellt haben. Das Gesamtpaket ist rundum inspirierend und wird dem Anspruch des Clubs gerecht.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Digitale Kommunikation gehört bei uns allen längst zum Alltag. Ich finde es wichtig, sich ständig mit neuen Strömungen auseinander zu setzen. Die Entwicklung neuer Trends ist wirklich rasant schnell. Insofern finde ich es gut, dass das Motto des ADC-Kongresses ein klares Bekenntnis zu dieser Realität ist. Das Wort Hype gefällt mir nicht. Das klingt so nach Strohfeuer. Und das ist die digitale Kommunikation definitiv nicht. Sie ist unsere Zukunft.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Ja und nein. Wie gesagt.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Hamburg und St. Pauli. Das passt. Ich finde die Location gut. Zu der Frage, wo das Festival meiner Meinung nach hingehört: Für mich ist immer noch Berlin die Stadt für den ADC-Kongress. 

Armin Jochum, Vorstand Thjnk

Armin Jochum
Armin Jochum
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Wie immer: Ich lasse mich tiefenentspannt treiben. Jedes Jahr ist anders, das Herzklopfen bleibt.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Die Kategorie ist noch relativ frisch dabei. Da es im ADC leider immer noch keine echte PR-Fraktion gibt, gibt es in schöner Regelmäßigkeit Grundsatzdiskussionen darüber, was eine erfolgreiche PR-Kampagne auszeichnet. Und wann was Branded Content ist und wann nicht. Das ist auch auf anderen Festivals immer wieder Anlass für zwischenmenschliche Vergletscherungen aller Art. Arno hat das aber ganz lässig im Griff. Ansonsten verteilt er großzügig Doppel-Valium.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hälst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Das kommt sperrig daher und scheint etwas aus der Zeit gefallen. Der Hype hat heute ja nichts mehr mit „digital“ oder „nicht digital“ zu tun. Sondern ausschließlich mit Ideen, die einen direkt unters Sauerstoffzelt schicken. Das Programm ist gut.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Echter Hype entsteht oft aus einer Verkettung von wunderbaren Zufällen. Und ist deshalb nicht auf Teufel komm raus herstellbar. Hier geht es ja vor allem um neue Formen der Kommunikation – da spielen kluge PR-Strategien, substanzielles Verständnis von Social Media und ein Quäntchen Glück eine ganz maßgebliche Rolle. Vor wenigen Jahren feierten wir noch die "Youtube-Millionäre“ heute reichen eine Million Klicks nicht mehr. Es geht immer auch darum, welche Power die Idee hatte, wirklich etwas zu verändern.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Das Motto hilft bestimmt, den Scheinwerfer dieses Jahr auf eine andere Stelle zu schieben. Und vermag Leute anzulocken, die nie und nimmer dachten, jemals zum ADC zu gehen.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hälst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Der ADC gehört ganz klar nach Hamburg oder Berlin. Eigentlich. Hamburg hat dieses großartige Fluidum, das alle Weltstädte ausmacht. Du kommst an, atmest tief durch und du weißt: Hier ist alles möglich. Mit Berlin verbinde ich, wie viele andere, ganz besondere Erinnerungen. Die Esplanade-Bar. Damals. Die ersten Agenturpartys in der Ankerklause. Und dann in der Paris Bar von Dietmar Henneka zusammengefaltet werden. Alles Ewigkeiten her. Nicht ganz uneigennützig rate ich deshalb einmal dringend zu München. Da würden sich einige wundern. Die stolze Isarmetropole steht nicht nur zur Oktoberfest-Saison hervorragend da und erweist sich jederzeit als hervorragender Gastgeber mit erfreulich routiniertem Bierausschank.

Fabian Kirner, Kreativchef Grey

Fabian Kirner wird neuer Kreativchef bei Grey Deutschland (Bild: Agentur)
Fabian Kirner wird neuer Kreativchef bei Grey Deutschland (Bild: Agentur)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Tolle Ideen und ganz viele Überraschungen zu sehen. Es ist ja immer ein großes „Oh, das kannte ich ja noch gar nicht".

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Ich freue mich auf Diskussionen, die die jeweilige Flughöhe und die Gesamtheit einer Idee (vor allem über die Kategorie hinaus) betreffen. Welche Trends, Auswirkungen und Breite hat diese Idee gehabt oder wird sie haben?

„Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Ich dachte, der Hype läuft schon längst? (Sollten wir das nicht alle schon atmen und mit Leben füllen?) Der Blick auf das Programm verspricht jedenfalls weitere spannende Einblicke.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Beim Wort Hype denke ich irgendwie an Kurzlebigkeit. Also in diesem Sinne bitte nicht. Wenn das Ganze nachhaltig angegangen wird, und nicht als Allheilsbringer gesehen wird, super! Eine Idee steht immer über einem (digitalen) Hype.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Grundsätzlich muss sich der kreativste Club Deutschlands selbstverständlich damit auseinandersetzen. Die Frage ist, warum nicht vor drei, vier, fünf Jahren? Wenn wir Kunden und Publikum damit animieren, neu zu denken oder auch umzudenken, ist es aber natürlich großartig und wichtig.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Ich war noch nie dort, daher lasse ich mich überraschen. Aber ein gewisses Flair schwingt da schon mit. Und das macht bestimmt riesig Spaß! Nach den kleineren und größeren Problemchen der letzten Jahre bin ich gespannt, wie das Zusammenspiel nun funktioniert. Beim Thema Umzug finde ich schon, dass gelegentliche Wechsel gut und nötig sind. Eine Dreijahresrotation macht Sinn. München wäre mal toll, zurück nach Berlin, oder natürlich auch Düsseldorf! Wir würden uns sehr freuen!

Fabian Freese, Kreativgeschäftsführer Kolle Rebbe

Fabian Freese
Fabian Freese
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb?  Ich erwarte das Wunder von Wunsiedel. (Anmerk. der Redaktion: Die bereits hochdekorierte Guerilla-Kampagne "Rechts gegen Rechts" von GGH Lowe und Grabarz wurde im bayerischen Wunsiedel gedreht.)

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Vielleicht schaffen wir es diesmal, uns darauf zu einigen, was "Real Time Advertising" eigentlich genau ist. Und "Branded Content". Und "PR".

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie das kleine ADC-Team es immer schafft, so ein hochkarätiges Programm auf die Beine zu stellen.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Digital geht immer.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Ich freue mich aufs Millerntor und darauf, dass die Jurys endlich wieder alle unter einem Dach sind. Ausserdem passt die Veranstaltung gut zum Gentrifizierungskonzept des Stadtteils. Alternativ zu Hamburg fände ich auch Aachen gut - als Geburtsstadt großer Werbelegenden. Wie mir.

Die Gewinner des ADC-Festivals wurden ausgiebig gefeiert
Bild: Getty Images for ADC Festival

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Götz Ulmer, Kreativgeschäftsführer Jung von Matt/Alster

Götz Ulmer
Götz Ulmer (Bild: Jung von Matt)
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ich gehe sehr relaxt in den Wettbewerb, weil wir auch dieses Jahr wieder Awardpause haben, ich also ganz neutral und gelassen jurieren kann.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? Wie jedes Jahr die Diskussion, was wirklich gut ist und was nicht. Oder ob mal wieder nur der Hornbach-Reflex regiert. Nicht so gerne führe ich Diskussionen, ob Arbeiten "Zeichen" an die Branche sein könnten.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Das Kongressprogramm an sich ist ganz spannend.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Ehrlich gesagt halte ich mich beim Buzzword-Roulette lieber raus.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Naja, mit dem Wort "digital" kann man ja momentan wenig falsch machen. Überall Seher und Propheten wie zu besten New-Economy-Zeiten. Ehrlich gesagt bin ich dieser ganzen Diskussion überdrüssig: Lasst uns einfach machen. Nicht quatschen.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Und: Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? St.Pauli geht immer und überall. Mir persönlich gefiel es immer ganz gut, zwei Tage irgendwo hinzufahren, wo man sich auf die Juryarbeit konzentrieren konnte, statt hinterher noch schnell zum Arbeiten in die Agentur zu gehen.

Sascha Hanke, Executive Creative Director Kolle Rebbe

Sascha Hanke
Sascha Hanke
Mit welchen Erwartungen gehst du in den diesjährigen Wettbewerb? Ich erwarte, dass der Spendenmarsch "Nazis gegen Nazis" den Grand-Prix gewinnt.

Welche Diskussionen sollten in deiner Jury unbedingt geführt werden? Welche nicht? In meiner Jury soll über alles gesprochen werden. Ich bin da nicht so.

"Creating the digital Hype" lautet das Motto des ADC Kongresses. Was hältst du vom diesjährigen Kongressprogramm? Kann man machen. Im Tagesgeschäft geht es unseren Kunden aber mehr um „Creating the eierlegende integrierte Wollmilchsau“. Aber das wäre als Motto wohl etwas zu lang.

Was bedeutet "digitaler Hype" in deinen Augen und findest du es erstrebenswert, einen solchen zu kreieren? Ich finde es erstrebenswert, Arbeiten zu kreieren, die berühren, aufrütteln, etwas auslösen. Gerne auch einen Hype.

Glaubst du, dass der ADC mit diesem Schwerpunktthema ein richtiges Signal setzt? Einerseits ja, weil digitale Markenführung für viele Kunden erschreckenderweise immer noch Neuland ist. Andererseits nein, weil viele Kunden digitale Markenführung schon perfekt beherrschen. Bin unentschlossen. Vielleicht, weil ich das Motto auch als unentschlossen empfinde.

Der ADC findet dieses Jahr zum ersten Mal auf St. Pauli statt. Was hältst du von der Location? Definitiv der Grand-Prix unter den Locations!

Nächstes Jahr könnte ein Umzug in eine andere Stadt bevorstehen. Wo gehört das Festival deiner Meinung nach hin? Für immer und ewig nach Hamburch.
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