ADC-Nachwuchswettbewerb Jury-Chef Paravicini rät jungen Kreativen, sich nicht an Regeln zu halten

Freitag, 09. Oktober 2015
Mutabor-Chef Heinrich Paravicini sitzt der Jury des ADC-Nachwuchswettbewerbs vor
Mutabor-Chef Heinrich Paravicini sitzt der Jury des ADC-Nachwuchswettbewerbs vor
Foto: Mutabor Design

"Brecht die Regeln! Fangt an! Nehmt teil!", fordert Henrich Paravicini Studenten, Absolventen und Young Professionals auf. Noch bis zum 8. Dezember haben sie Zeit, dem Aufruf des Jury-Chefs des ADC-Nachwuchswettbewerbs zu folgen und ihre Arbeiten auf der Einreichungsplattform unter www.adc.de hochzuladen.
Zum Nachwuchswettbewerb des Art Directors Club für Deutschland (ADC) sind Semester-, Abschluss- und Praxisarbeiten zugelassen, die vom 1. Dezember 2014 bis zum 30. November 2015 erstellt oder veröffentlicht wurden. Hauptkategorien des Wettbewerbs sind Kommunikationsdesign, audiovisuelle Kommunikation, Craft, Editorial sowie experimentelles Gestalten. Für die Gruppe der Young Professionals gibt es in diesem Jahr eine Neuerung: Die jungen Kreativen aus Agenturen und Unternemen dürfen drei statt nur zwei jahre Berufserfahrung haben, wenn sie ihre Praxisarbeiten einreichen. Vielleicht hilft das tatsächlich, die Qualität der Arbeiten, die diese Teilnehmergruppe einreicht, zu verbessern. In den vergangenen Jahren wurde den Young Professionals immer wieder vorgeworfen, ihre Arbeiten seien zu brav, zeigten zu wenig Mut. Also genau das Gegenteil dessen, was Paravicini, hauptberuflich Creative Director und Inhaber der Agentur Mutabor Design, von ihnen fordert. Im vergangenen Jahr hatte die Jury wohl deshalb keinen Junior des Jahres gekürt.
Die Junioren aus Agenturen müssen ihre Ehre retten: 2015 wurde kein Junior des Jahres gekürt
Die Junioren aus Agenturen müssen ihre Ehre retten: 2015 wurde kein Junior des Jahres gekürt (Bild: ADC)
Die Arbeiten der jungen Kreativen werden während des ADC Festivals vom 20. bis 24. April bewertet und ausgestellt. In der vergangenen Wettbewerbsrunde hatte die Jury 400 Arbeiten zu begutachten. Ergebnis der Jury-Arbeit: 18 goldene, 20 silberne und 36 bronzene Nägel sowie 45 Auszeichnungen wurden an die Teilnehmer vergeben. Zudem wurden aus dem Kreis der Gold-Gewinner zwei Hauptsieger gekürt. Über die Auszeichnung als Student des Jahres konnte sich ein dreiköpfiges Team freuen: Yvonne Moser, Lilli Scheuerlein und Laura Markert von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt nahmen den Titel für ihre Arbeit "Fluchtatlas" mit nach Hause. Amtierendes Talent des Jahres ist Michael Ullrich von der Hamburger Kunstschule Berufsfachschule für Grafikdesign. Er überzeugte mit seiner Abschlussarbeit "Helgoland - Tourismusdestination in der Nebensaison". ems
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