ADC 2014 Wettbewerb startet mit neuen Kategorien

Montag, 02. Dezember 2013
Das Logo des ADC-Festivals 2014 (Bild: ADC)
Das Logo des ADC-Festivals 2014 (Bild: ADC)

Der Art Directors Club für Deutschland (ADC) hat heute den Startschuss für seinen 50. Kreativwettbewerb gegeben. Wie gehabt können Agenturen, Unternehmen und freie Kreative ihre Arbeiten und Kampagnen in den zehn Wettbewerbsbereichen Printmedien, Audiovisuelle Medien, Digitale Medien, Dialogmarketing/Promotion/Media, Branded Content/PR, Räumliche Inszenierung, Design, Editorial, Craft und Ganzheitliche Kommunikation einreichen. Veränderungen gibt es unterhalb dieser zehn Säulen: Vor allem die Bereiche Design und Editorial wurden deutlich überarbeitet. Im Bereich Design kommen die neuen Kategorien Digitales Mediendesign, Mixed Mediendesign, Retail Design, Raumdesign sowie die Craft-Kategorien Interface Design, Print/Produktion und Nachhaltiges Design hinzu. Federführend für die Veränderungen ist Präsidiumsmitglied Heinrich Paravicini, Geschäftsführer Mutabor Design. "Die neuen Kategorien bilden das ab, woran vor allem kleine Büros und Verlag wirklich arbeiten", erklärt Paravicini. Laut ADC-Geschäftsführer Stefan Preussler dienen die Veränderungen nicht primär dazu, mehr Einsendungen zu generieren, sondern eine breitere Zielgruppe und vor allem auch kleinere Designstudios zu erreichen. Grundsätzlich habe man zwar die Anzahl der Hauptkategorien und Jurys erhöht, dafür gibt es weniger Subkategorien.

Im Bereich Editorial adressiert der ADC ab sofort verstärkt Kreative und Auftraggeber, die sich mit Corporate Publishing beschäftigen. Neu sind hier die Kategorien Corporate Publishing intern und Corporate Publishing extern. Der Bereich erhält auch eine eigene Jury.

Neues hat sich der ADC auch in der Sparte Räumliche Inszenierung ausgedacht. Hier können erstmals Modelle eingereicht werden. Laut ADC-Präsidiumsmitglied Johannes Milla, Geschäftsführer von Milla & Partner, ist der ADC-Wettbewerb damit der erste im europäischen Raum, bei dem dies möglich ist. "Mit Modellen hat die Jury ganz andere Möglichkeiten der Bewertung. Oftmals lässt sich das Konzept erst anhand der Modelle wirklich beurteilen", ist Milla überzeugt.

Im Bereich Printmedien sind die Kategorien Print Craft und Out-of-Home-Craft hinzugekommen. Die separate Craft-Sparte wird um die Kategorie Animation ergänzt. Last but not least bekommt der im Vorjahr eingeführte Wettbewerbsbereich Branded Content/PR mit der Kategorie Real Time Advertising einen weiteren Aspekt. Hier sollen künftig Arbeiten abgebildet werden, die den Konsumenten in Echtzeit, oftmals bei Events, erreichen. Dabei wird meist über Social Media oder digitale Touch-Points eine mediale Interaktion mit dem Kunden hergestellt.

Mit der Präzisierung seines Kategoriensystems wird der ADC-Wettbewerb nicht unbedingt übersichtlicher. Zudem kann eine komplexe Arbeit auch in Zukunft in mehreren Kategorien eingesandt werden und hat somit die Möglichkeit, gleich ein Dutzend ADC-Nägel oder mehr abzuräumen. Das wurde in der Vergangenheit häufig kritisiert. Dadurch würde der ADC Großeinsender bevorzugen, hieß es. Die Club-Führung sieht das anders: Man belohne auf diese Weise komplexe Kampagnen, deren Entstehungsgeschichte oft mit viel Mühe und Aufwand verbunden sind. "Die Perfektion im Detail bei solchen komplexen Projekten wird in der Jurierung sichtbar", sagt ADC-Präsident Stephan Vogel. Auf der anderen Seite mache es das präzisierte Kategoriensystem gerade kleinen Einsendern leichter, die für sie passende Nische zu finden.

Weitere Informationen zu den Kategorien und Einsendebedingungen gibt es unter www.adc.de. bu
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