Zu viel Wachstum: Acht Frankfurt steigt aus Joint Venture aus

Mittwoch, 06. Juni 2012
Ralf Ott, Geschäftsführer bei Acht
Ralf Ott, Geschäftsführer bei Acht
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Die Postproduktionsfirma Acht beendet die Partnerschaft mit der schwedischen Gruppe The Chimney Pot (TCP) und steigt aus dem gemeinsamen Joint Venture Uncle Sam in Berlin aus. Grund für den Schritt seien die unterschiedlichen Meinungen bezüglich des Wachtums der Firma gewesen, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.  Acht Frankfurt hatte sich 2010 mit 50 Prozent an Uncle beteiligt. Ziel war es, die Kompetenzen der Frankfurter Firma auch in Berlin anbieten zu können und zudem den Pool an kreativen Mitarbeitern gemeinsam auszubauen. Offensichtlich drifteten die Vorstellungen der gemeinsamen Arbeit jedoch auseinander. "Zu einem Ungleichgewicht der Interessen ist es letztlich vor allem aufgrund des eher wachstums- denn qualitätsorientierten Fokus der TCP-Gruppe gekommen", sagt Ralf Ott, Geschäftsführer bei Acht. In seinen Augen funktioniert das Film- und Postproduktionsgeschäft nur vor dem Hintergrund persönlicher Beziehungen, es könne nicht Priorität sein, weltweit Offices zu eröffnen. TCP dagegen ist expansionsorientiert, derzeit verfügt die Gruppe über Niederlassungen in Copenhagen, Dubai, Kiev, Stockholm, Oslo, Warschau. Darüber hinaus gehen die Uncle-Sam-Anteile von Acht komplett an TCP. Ralf Drechsler, geschäftsführender Gesellschafter bei Acht, bleibt jedoch vorerst in der Geschäftsleitung. Er teilt sch das Amt mit Henric Larson.

Acht will sich nach dem Rückzug auf das Angebot als Dienstleister in den Bereichen digitale Bildbearbeitung und klassische Postproduktion von Frankfurt aus konzentrieren. Die Hauptstadt-Präsenz der Töchter Visual Catering und First Eight, die seit dem Start von Uncle besteht, bleibt erhalten. jf
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