Zivilverfahren Carat gegen Wunschkind beginnt Ende Januar

Donnerstag, 21. Januar 2010
Wunschkind muss vor Gericht
Wunschkind muss vor Gericht

Am 29. Januar wird das Zivilverfahren Carat gegen Wunschkind eröffnet. Das bestätigt die Sprecherin des Landgerichts Wiesbaden Ruth Schröder. In dem Verfahren fordert die Aegis-Tochter Carat 7,5 Millionen Schadensersatz von Wunschkind. Die Agentur ist aus der Firma Zoffel Hoff Partner (ZHP) hervorgegangen, über die nach Auffassung des Landgerichts Wiesbaden Gelder aus dem Vermögen von Carat beziehungsweise Aegis abgeflossen sind. Das Gericht hatte den früheren Aegis-Chef Aleksander Ruzicka im Mai 2009 wegen Veruntreuung von 35 Millionen Euro zu einer Haftstsrate von mehr als elf Jahren verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und beschäftigt derzeit den Bundesgerichtshof.

Inwieweit das Zivilverfahren Carat gegen Wunschkind von dem Insolvenzantrag des ZHP-Nachfolgers betroffen ist, bleibt abzuwarten. Laut Aussage der Landgerichtssprecherin liegt für die beklagte Agentur allerdings gar kein Insolvenzantrag vor. Dieser beziehe sich offenbar auf andere Firmen aus der Wunschkind-Gruppe.

Ausdrücklich dementiert wird zudem ein Pressebericht, demzufolge der Zivilprozess Aegis Media gegen Ruzicka, der auch dessen Widerklage umfasst, bereits für den 29. Januar terminiert ist. Dieser Bericht sei falsch, ein Termin für diesen Prozess stehe noch nicht fest, so Schröder. Aegis fordert von Ruzicka Schadensersatz in Höhe von 20 Millionen Euro, Ruzicka wiederum verlangt die Auszahlung einer Abfindung in Höhe von 80 Millionen Euro. mam 
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