ZDF-Pitch entschieden: Vier Agenturen kommen zum Zuge

Mittwoch, 29. August 2012
Das ZDF wählt nach einem mehrstufigen Pitch vier Agenturen
Das ZDF wählt nach einem mehrstufigen Pitch vier Agenturen

Das ZDF arbeitet künftig mit einem Agentur-Quartett zusammen. Wie der Mainzer Sender mitteilt, konnten sich nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren die Dienstleister KNSK, TBWA, Plan.Net und die Peter Schmidt Group durchsetzen. Mit ihnen will das ZDF sein Erscheinungsbild weiterentwickeln. Neben der Überarbeitung des Off-Air-Auftritts kündigt das ZDF auch einen Relaunch der On-Air-Promotion an. Ab September nimmt KNSK die Arbeit für die Öffentlich-Rechtlichen auf. Die Hamburger werden die Kommunikation für den Hauptsender ZDF betreuen - und zwar sowohl die institutionelle als auch die für das Programm. Der Claim "Mit dem Zweiten sieht man besser" und auch die typische Geste, der Zweifingerzeig, sollen erhalten bleiben und in den Kampagnen auch weiterhin punktuell erscheinen. "Der Pitch war heftig umkämpft", verrät KNSK-Geschäftsführer Detmar Karpinski. Der bisherige Etathalter war Leo Burnett in Frankfurt. Er war beim Pitch nicht dabei.

Den Etat für die Digitalprogramme ZDF Neo, ZDF Kultur und ZDF Info konnte sich TBWA in Düsseldorf sichern. Wie Madlen Grenzmann, Managing Director bei TBWA berichtet, habe die Agentur ein Team für den Neukunden zusammengestellt, das "nicht nur kreativ, digital und strategisch denkt und arbeitet, sondern sich gleichzeitig auch aus der Zielgruppe der Programminhalte rekrutiert". ZDF Neo wurde zuvor von Lukas Lindemann Rosinski in Hamburg betreut.

Die werbliche Kommunikation auf den verschiedenen Internetplattformen des ZDF übernimmt Plan.Net. Die Münchner aus der Serviceplan-Gruppe um Geschäftsführer Michael Frank werden sich um die Umsetzung von Werbeformaten für alle digitalen Kommunikationswege kümmern. Diese umfassen unter anderem Videowerbemittel, Mobile und einzelne Aktionsseiten.

Für den Bereich des gestalterischen Gesamtauftrittes der einzelnen Kanäle hat das ZDF die Frankfurter Peter Schmidt Group um Managing Partner Gregor Ade gewählt. Das ZDF muss sparen. Trotz der Ernennung der vier Agenturen zeigt sich ZDF-Marketingleiter Thomas Grimm überzeugt, auch in Zeiten kostenbewusst zu verwaltender Budgets gut investiert zu haben: "Mit diesen Experten verfügen wir über eine hervorragende Basis, um mit besonderer Kreativität in einem sich stetig diversifizierenden Fernsehmarkt überraschend zu sein und kommunikativ Punkte zu machen." jm
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