ZAW zählt 80 Prozent mehr Jobangebote für Werber im 1. Halbjahr 2004

Donnerstag, 05. August 2004

Die beruflichen Perspektiven für Werbefachleute haben sich im 1. Halbjahr 2004 verbessert: Nach Angaben des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) hat die Zahl der Stellenangebote von Januar bis Juni dieses Jahres insgesamt um 80 Prozent zugenommen. Stabil sei diese Entwicklung allerdings nicht, warnt der ZAW: "Wir müssen uns daran gewöhnen, dass auch der Werbemarkt stark abhängig von wirtschaftlichen und politischen Einflüssen ist, die von außen kommen", schränkt Verbandssprecher Volker Nickel ein.

Besonders stark ist die Nachfrage bei werbungtreibenden Unternehmen gestiegen, die im 1. Halbjahr 2004 rund 144 Prozent mehr Stellenangebote in der Tages- und Fachpresse geschaltet haben als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Auch die Agenturen, die zuletzt noch ein Minus verzeichneten, haben in der 1. Jahreshälfte 54 Prozent mehr Inserate veröffentlicht. Ihre Suche konzentriert sich dabei auf Grafiker, Mediendesigner und Kontakter.

Der ZAW bestätigt zudem seine positive Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung des Werbemarkts aus dem Frühjahr (HORIZONT 22/2004): Demnach werden die Einnahmen der Medien im laufenden Jahr um rund 400 Millionen Euro auf 19,7 Milliarden Euro anwachsen. Dies entspräche einem Plus von 2 Prozent gegenüber 2003. Aber auch hier bleibt der Verband vorsichtig: Die Tendenz werde in der 2. Jahreshälfte zwar noch zunehmen, aber nur "wenn keine dramatischen Vorgänge von außen oder innen den Aufwärtstrend knicken", sagt ZAW-Präsident Hans-Henning Wiegmann. ems
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