ZAW Stellenstatistik: Personalnot der Agenturen spitzt sich zu

Donnerstag, 14. Februar 2008
Volker Nickel registriert steigende Bedeutung des Internet bei der Personalsuche
Volker Nickel registriert steigende Bedeutung des Internet bei der Personalsuche

Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) registriert in seiner Stellenstatistik 2007 erneut einen Anstieg bei den Jobangeboten für Werber. Die Agenturen haben ihre Offerten erneut um 18 Prozent erhöht (Vorjahr: 30 Prozent). Mit 67 Prozent der Stellenausschreibungen sorgten sie für den größten Teil der insgesamt 5066 in Print und Online angebotenen Jobs. Dagegen ist bei den werbungtreibenden Unternehmen der Nachholbedarf an Werbepersonal offenkundig zunächst gedeckt. Sie verminderten ihre Stellenausschreibungen um 19 Prozent, nachdem sie im Jahr zuvor noch ihre Suche um 56 Prozent gesteigert hatten. Die Medien suchten 6 Prozent mehr Werbefachkräfte (Vorjahr plus 24 Prozent).

Insgesamt hat die Ausschreibung von Arbeitsplätzen um 8 Prozent zugenommen. Gegenüber dem Vorjahr, als ein sprunghafter Anstieg von 34 Prozent ausgewiesen wurde, hat sich damit das Wachstum etwas verlangsamt.

Auffällig war laut ZAW-Sprecher Volker Nickel im zurückliegenden Jahr auch die wachsende Bedeutung des Internets bei der Personalsuche. Wurden 2006 erst gut ein Viertel (26 Prozent) der Stellenangebote auf Portalen von Agenturen, Medien und webenden Unternehmen ausgeschrieben, waren es 2007 bereits mehr als ein Drittel (34 Prozent).

Parallel zur wachsenden Nachfrage ging auch die Arbeitslosenquote weiter zurück und liegt mit 4,1 Prozent zum Jahresende auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren.

Zum Stichtag 31.12.2007 wurden 186.796 Fachkräfte gezählt, die im Kernbereich der Werbewirtschaft arbeiten. Davon 134.570 bei Agenturen, Grafik-Ateliers und Werbefotografen, 37.803 in den Werbeabteilungen der Unternehmen sowie 14.423 Beschäftigte bei Verlagen, Funkmedien und in der Außenwerbung.

Damit ist laut ZAW ein hoher Beschäftigungsgrad erreicht, der sich in den kommenden Jahren noch ausweiten werde. Angesichts der demographischen Entwicklung werde es für die Werbewirtschaft zunehmend schwieriger geeigneten Nachwuchs zu akquirieren. "Attraktive Arbeitsmöglichkeiten insbesondere für Frauen mit Kindern und für ältere Werbefachexperten bieten sich als eine strategische Maßnahme an, um das hohe Leistungsniveau der deutschen Werbewirtschaft auch in den nächsten zehn Jahren zu halten", so ZAW-Sprecher Nickel. si

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 07/08, die am Donnerstag, 14.Februar erscheint.

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