Wirbel um ADC-Buch

Donnerstag, 29. Juli 2004

Kaum erschienen sorgt das neue ADC-Buch gleich für Aufregung: Einige Mitglieder werfen dem Vorstand vor, beim Umgang mit den Kampagnen und den Agenturen mit zweierlei Maß zu messen. Umstritten sind vor allem Arbeiten, die in Ausland entstanden sind - wie zum Beispiel der Goldgewinner-Spot "Mountain" für Sony Playstation von TBWA:. Er taucht im Buch als Arbeit von TBWA London auf. Das war bei der Einreichung nicht kenntlich gemacht worden - für ADC-Mitglied Guido Heffels ein klarer Verstoß gegen die Einsendbedingungen, "der aber keine Konsequenzen nach sich zieht".

Über "willkürliches Verhalten" ärgert sich auch André Aimaq. Er war mit dem ADC wegen der Disqualifikation einer Arbeit ("Johnny Cash") aneinandergeraten. Nach einem Treffen mit dem Vorstand hat Aimaq zuletzt Vorschläge zur Optimierung des Jurierungsverfahrens vorgelegt. Sie werden derzeit überprüft und sollen auf der Mitgliederversammlung im September zur Abstimmung vorgelegt werden. Unterdessen hat das Landgericht Berlin entschieden, dass die Wahl von Ehrenmitglied Michael Schirner im ADC-Buch veröffentlicht werden kann. Dagegen hatte Ludwig Steinmetz (Aha Werbeagentur, München) geklagt. mam
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