Wie eine Bostoner Agentur in sieben Stunden das wichtigste Spendenkonto für Bomben-Opfer einrichtete

Dienstag, 23. April 2013
Screenshot der "Boston One Fund"-Website.
Screenshot der "Boston One Fund"-Website.

Welche Geschwindigkeit und Strahlkraft das Internet und seine sozialen Netzwerke haben können, zeigt sich nicht nur in sinnlosen "Shitstorms", sondern auch bei Themen von übergeordneter Relevanz. So geschehen im Fall eines Spendenkontos für die Opfer des Bostoner Bomben-Attentats vom 15. April. Innerhalb von nur sieben Stunden eingerichtet, erreichte "The One Fund" mithilfe der Agentur Hill Holliday, Boston, binnen weniger Tage Spenden in Höhe von 10 Millionen US-Dollar. Wie das Portal Advertising Age berichtet, entstand die Idee dazu in einem morgendlichen Brainstorming zwischen Thomas Menino, Bürgermeister von Boston, und dem Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick. Über einen gemeinsamen Kontakt stellten sie die Verbindung zu den beiden Hill Holliday-Chefs Mike Sheehan und Karen Kaplan her, die mit der Angelegenheit beauftragt wurden. Sieben Stunden nach der gemeinsamen Konferenz und etlichen SMS zwischen den insgesamt 12 Agentur-Köpfen stand das Konto, genauso wie Name und Logo der Aktion.

Bereits Freitag wurde dank der Unterstüzung großer Konzerne die 10-Millionen-Dollar-Marke geknackt. Unter ihnen Namen wie Adidas, Hancock, AT&T, Bank of America, Mullen und die drei großen Bostoner Sportklubs Red Sox (Baseball), Celtics (Basketball) und Bruins (Eishockey).

Auch dank der Verbreitung über Twitter verzeichnet "The One Fund" großen Spendenzuwachs. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll sich die Verwendung des Wortes "Boston" im Netzwerk um mindestens 20.000 Prozent erhöht haben. tt
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