Werbeholdings wachsen, aber Euro-Zone bleibt das Sorgenkind

Freitag, 26. April 2013
Weiter Probleme für die Holdings in der Euro-Zone (Foto: EZB)
Weiter Probleme für die Holdings in der Euro-Zone (Foto: EZB)

Die internationalen Werbeholdings bekommen die schwierige Situation in der Euro-Zone weiter zu spüren. Zwar weisen die Muttergesellschaften der internationalen Agenturnetzwerke in den Bilanzen für das 1. Quartal alle Wachstum aus, allerdings nicht in Kontinentaleuropa beziehungsweise in den Ländern, die den Euro als Währung haben. Marktführer WPP meldet für die ersten drei Monate ein Umsatzplus von 2 Prozent (ohne Akquisitionen und Währungseffekte) auf 2,5 Milliarden britische Pfund, das entspricht rund 3 Milliarden Euro. In der Region "Western Continental Europe" steht allerdings ein Minus von 0,8 Prozent in den Büchern. Märkte wie Deutschland, Finnland, Italien, Schweiz und Türkei sind bei WPP gewachsen, Umsatzrückgänge muss die Dachgesellschaft von Agenturen wie Ogilvy, Grey, Y&R, JWT und Group M dagegen unter anderem in Frankreich, Spanien und Portugal hinnehmen.

Auch die Nummer 2 im Markt Omnicom (BBDO, DDB, TBWA, OMD) hat in der Euro-Zone Geschäft erneut verloren. In dieser Region liegt der Umsatzrückgang bei 3,7 Prozent. Weltweit konnte Omnicom den Umsatz im 1. Quartal dagegen um fast 3 Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar (2,6 Milliarden Euro) steigern. Bei Wettbewerber Interpublic steigen die weltweit erzielten Umsätze um 2,3 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar (1,2 Milliarden Euro). Die franzöischse Publicis-Holding hatte ihre Quartalszahlen bereits veröffentlicht. Sie hat in Europa 6,5 Prozent ihres Umsatzes verloren, weltweit aber um etwas mehr als ein Prozent auf 1,6 Milliarden Euro zugelegt. mam
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