Werbeholdings erwarten ein schwieriges Jahr 2013

Donnerstag, 28. Februar 2013
Havas-Chef David Jones bleibt vorsichtig (Foto: Havas)
Havas-Chef David Jones bleibt vorsichtig (Foto: Havas)

Was sich schon bei Omnicom und Publicis gezeigt hat, bestätigt sich jetzt bei den Wettbewerbern Interpublic und Havas: Die internationalen Werbeholdings blicken vorsichtig auf das Geschäftsjahr 2013. "Dieses Jahr droht wieder herausfordernd zu werden", sagte Havas-Chef David Jones bei der Vorlage der Bilanz für 2012. Dennoch sieht er seine Gruppe, zu der die gleichnamigen Werbe- und Medianetworks gehören, gut gerüstet. Im vergangenen Jahr verzeichnete die französische Holding ein organisches Umsatzwachstum von rund 2 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro. Dabei bleibt auch Havas nicht vor den Problemen in Europa, wo man den Großteil der Erlöse erzielt, verschont. Hier sank der Umsatz um 0,4 Prozent. In Nordamerika konnte die Gruppe dagegen um mehr als 3 Prozent zulegen, in Asien und Lateinamerika erreicht das Plus fast 9 Prozent. Havas ist der kleinste der international agierenden Kommunikationskonzerne.

US-Konkurrent Interpublic, zu dem Agenturen wie McCann, Draft FCB, Initiative und Universal McCann gehören, muss 2012 einen Umsatzrückgang von 0,8 Prozent auf 6,96 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Als Grund dafür nennt CEO Michael Roth die Auswirkungen von Etatverlusten im Jahr 2011. Die Holding hatte damals Aufträge von GM und SC Johnson streichen müssen. Interpublic hat schon länger zu kämpfen. Das Flaggschiff McCann hat mit Harris Diamond einen neuen CEO bekommen. Auch bei Draft FCB soll demnächst ein neuer Manager das Ruder übernehmen. mam
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