Werbefilmproduktionen: Wechsel auf dem Siegertreppchen

Mittwoch, 04. Juli 2012
Führungstrio der Nummer 1:Johannes Bittel, Oliver Hack und Florian Beisert (v.l.)
Führungstrio der Nummer 1:Johannes Bittel, Oliver Hack und Florian Beisert (v.l.)

Dass sich Markenfilm im Umsatzanking der größten deutschen Werbefilmproduktionen nicht von der Pole Position verdrängen lässt, war klar. Die Gruppe setzte im Geschäftsjahr 2011 satte 53,4 Millionen Euro um, das sind gut 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Veränderungen gibt es indes auf den Folgerängen.

Ranking: Die 10 größten Werbefilmproduktionen Deutschlands

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Nachdem die zuletzt zweitplatzierte Werbefilmholding Mood and Motion in den vergangenen Monaten kräftig Federn lassen und ihre beiden Flaggschiffe Telemaz und Neue Sentimental Film verkaufen musste, rückt Tempomedia (Frankfurt/Hamburg/Berlin) nach und landet auf Platz 2. Auf Rang 3 folgen Embassy of Dreams und Gap Films, deren Ergebnisse seit dem Zusammenschluss 2010 kumuliert berücksichtigt werden. Platz 4 gehört mit Radical Media einem Aufsteiger, der seinen Umsatz um 28 Prozent steigern konnte. Die Ränge darunter besiedeln relativ konstant die Firmen E+P Commercials, Twin Film, Big Fish, Soup Film und Cobblestone, die zwischen 10 und rund 16 Millionen Euro Umsatz vermelden. Aufsteiger des Jahres ist ohne Frage Tony Pertersen, der mit seiner Firma ein Wachstum von mehr als 100 Prozent erzielte und von Platz 21 auf Platz 10 klettert.

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Mehr zu den Entwicklungen im deutschen Werbefilmmarkt sowie die kompletten Top 30, unter denen sich auch Newcomer wie Bubbles Film und Jotz finden, lesen Sie in der Printausgabe von HORIZONT, die am Donnerstag, 5. Juli, erscheint.

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Insgesamt hält der Aufwärtstrend im deutschen Werbefilmmarkt an - die Top 30 der größten Produktionen erzielten 2011 einen Umsatz von 306 Millionen Euro, das entspricht einem Wachstumsplus von 17 Prozent. Die Steigerung ist damit fast doppelt so groß wie im Vorjahr und kommt unter anderem aus den zusätzlichen Geschäftsfeldern, die die Werbefilmer mehr und mehr besetzen. Dazu gehören Online-Content, Branded Entertainment, Image-, Event-, und Messefilme sowie inhouse Postproduktionsleistungen. Den Einschätzungen der Experten zufolge nehmen diese Formate eine immer wichtigere Rolle ein - bis sie die Klassik verdrängen werde es aber noch ein Weilchen dauern. jf
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