Warsteiner lässt Agenturen zappeln

Freitag, 01. März 2013
Zeit für das eine oder andere Bier: Der Pitch bei Warsteiner zieht sich hin (Foto: Warsteiner)
Zeit für das eine oder andere Bier: Der Pitch bei Warsteiner zieht sich hin (Foto: Warsteiner)


Der Pitch bei der Warsteiner Brauerei sorgt in Agenturkreisen für Stirnrunzeln. Aus dem Umfeld der Dienstleister ist Kritik an dem Verfahren und den Modalitäten der Ausschreibung zu hören. So wird unter anderem bemängelt, dass es keine klare Kommunikation zum Stand der Dinge bei dem im Herbst vorigen Jahres gestarteten Auswahlprozess gibt. Inzwischen kursieren sogar Gerüchte, dass das Verfahren neu aufgerollt werden könnte – mit internationalen Agenturen. Eine Bestätigung dafür war bislang jedoch nicht zu bekommen. Das Unternehmen teilt mit, dass noch keine Entscheidung gefallen sei und man zu gegebener Zeit über den Ausgang informieren werde. Aktueller Betreuer von Warsteiner ist die Agentur Kolle Rebbe. Dem Vernehmen nach hatte sie den Einzug ins Finale gegen eine weitere Agentur geschafft – nachdem zuvor acht Anbieter ihre Vorschläge präsentiert haben sollen. Sauer aufgestoßen ist dem einen oder anderen dabei, dass bereits bei einer ersten (offenbar unbezahlten) Kennenlernrunde neben der Agentur und einer Analyse der Marke Warsteiner Ideen für eine Dachmarke präsentiert werden sollten. In der zweiten Runde ist aber wohl ein Pitchhonorar bezahlt worden.

Den Wettbewerb bei Warsteiner verantworten der im September 2012 berufene Marketingdirektor Jordi Queralt sowie Andy Chiu, Leiter Brandmanagement. Die letztendliche Entscheidung, mit welcher Agentur man künftig zusammenarbeiten will, dürfte allerdings die Geschäftsführende Gesellschafterin Catharina Cramer treffen. Seniorchef Albert Cramer verstarb Ende 2012. mam
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