Warsteiner-Pitch: Kolle Rebbe muss Amsterdam Worldwide weichen

Donnerstag, 07. März 2013
Der Warsteiner-Etat geht nach Holland
Der Warsteiner-Etat geht nach Holland

Der im vergangenen Herbst initiierte Warsteiner-Pitch drohte zuletzt zur ewigen Hängepartie zu werden. Jetzt hat die Brauerei ihre Entscheidung getroffen. Neue Lead-Agentur der Biermarke ist die niederländische Kreativschmiede Amsterdam Worldwide. Der große Verlierer ist der bisherige Etathalter Kolle Rebbe, der im Finale das Nachsehen hatte. Der Entscheidung ging ein zweistufiger Pitch voraus, der im Herbst vergangenen Jahres vom damals frisch gekürten Marketingdirektor Jordi Queralt sowie Andy Chiu, dem Leiter Brandmanagement, angestoßen wurde. Wie Warsteiner jetzt mitteilt, hatten sich in einer ersten Screening-Phase zahlreiche Agenturen vorgestellt, ihre Sicht der Marke Warsteiner erläutert und daraus einen ersten groben Ansatz für eine Leitidee entwickelt. In der zweiten Phase sollten ausgewählte Agenturen aus der ersten Runde sowie Kolle Rebbe als Etat-Verteidiger ihre Leitidee konkretisieren und über verschiedene Kanäle weiterentwickeln. Diese Arbeiten wurden von Warsteiner honoriert, wie die Brauerei betont.

„Unsere Entscheidung fiel knapp aus, denn die vorgestellten Konzepte waren in vielerlei Hinsicht überzeugend und passend“, erläutert Queralt. „Letztendlich haben die internationale Ausrichtung und ein paar inhaltliche Details im Konzept von Amsterdam Worldwide den feinen Unterschied gemacht“, begründet der Manager seine Entscheidung. Für die Umsetzung seiner Idee hat Amsterdam Worldwide reichlich Zeit. Die neue Kampagne soll erst 2014 an den Start gehen.

Die Kritik, die zuletzt am Verfahren und den Modalitäten der Ausschreibung zu hören war, weist Warsteiner zurück. So sei die Bewertung auf Grundlage klarer Kriterien erfolgt, die die Brauerei für ihre Entscheidungsfindung definiert hatte. "Alle Agenturen, die am Ende nicht weiter gekommen sind, wurden schriftlich über die wesentlichen Gründe für ihr Ausscheiden informiert", teilt Warsteiner mit. Dass die Entscheidung so lange auf sich warten ließ, begründet Warsteiner mit "der Tragweite dieses Schrittes" - und damit, dass sich Kolle Rebbe und Amsterdam Worldwide am Ende ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert hätten. mas
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