Wahlwerber streiten über ihr Verhältnis zu Parteien

Donnerstag, 11. Juli 2002

Die Manager der Wahlkampfagenturen sind uneins über das Verhältnis zu ihren Auftraggebern. Während Günter Sendlmeier vom CDU-Betreuer McCann-Erickson im HORIZONT-Roundtable seine Rolle als "Sparringspartner" definiert, will Serviceplan-Chef Florian Haller "auch bei politischen Inhalten ein echter Partner" der Partei sein. Damit provoziert er den Widerspruch von SPD-Werber Detmar Karpinski von der SPD-Agentur KNSK, der den Einfluss der Agenturen für relativ gering hält.

Auch was die Motive angeht, für eine Partei zu werben, herrschen unterschiedliche Auffassungen. Marcel Loko, der mit seiner Agentur Zum Goldenen Hirschen die Grünen betreut, betont: "Endlich mache ich etwas, das meine Mutter interessiert." CSU-Werber Haller findet es dagegen reizvoll "ein bisschen an den Stellschrauben der Demokratie mitzudrehen". Umstritten sind zudem die Honorarmodelle sowie das Timing der Wahlkampfkampagnen von Opposition und Regierung. Das vollständige Roundtable-Gespräch lesen Sie in der aktuellen HORIZONT-Ausgabe 28/2002.
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