Wahlrechtsreform: We Do und Grüne geben Bundesregierung Lektüretipps

Freitag, 27. Juli 2012
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Prompte Reaktion: Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Wahlrechtsreform der schwarz-gelben Regierungskoalition aus dem Jahre 2011 für verfassungswidrig erklärt hat, veröffentlicht die Bundestagsfraktion der Grünen eine Anzeige, die den politischen Gegner aufs Korn nimmt. Kreiert hat das Motiv die Berliner Agentur We Do. Die Richter in Karlsruhe hatten bemängelt, dass das deutsche Wahlrecht aufgrund der zahlreichen Vergabe von Überhangmandaten "den Grundcharakter der Bundestagswahl als Verhältniswahl" aufhebe. Ein im vergangenen Jahr von CDU/CSU und FDP eingereichter Änderungsentwurf konnte die Problematik laut Bundesverfassungsgericht nicht lösen - nun müssen die Parteien neue Reformvorschläge anbieten.

Für die Grünen ein Grund, um nicht nur der Regierungskoaltion zu einem Blick in das Grundgesetz zu raten - sondern auch um auf die eigene frist- und nach eigenem Bekunden auch verfassungsgerechte Novelle für das Wahlrecht hinzuweisen. Aufgrund der Tagesaktualität wird die Partei allerdings auf eine klassische Mediaschaltung verzichten. Stattdessen erscheine das Motiv laut We Do auf der Website der Bundestagsfraktion der Grünen sowie auf relevanten Online-Kanälen wie Facebook und Twitter.

Neben Geschäftsführer Gregor C. Blach zeichnen auf Agenturseite Creative Director Thomas Avenhaus, Felix Wetzel (Text), Lisa Rübel (Art), Christina Eberle (Beratung) und Cecile Engelen (Strategie) verantwortlich. ire
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