WPP will operativen Gewinn weiterhin jährlich um 10 bis 15 Prozent steigern

Donnerstag, 30. Oktober 2008
Bekräftigt Gewinnziel: Martin Sorrell
Bekräftigt Gewinnziel: Martin Sorrell

Trotz einer ähnlich „flachen Gewinnmarge in den ersten neun Monaten wie im vergangenen Jahr" können die Finanzkrise und unsichere weltwirtschaftliche Entwicklungen den WPP-CEO Martin Sorrell nicht von seiner Wachstumsstrategie abhalten. In der heute veröffentlichten Bilanz für das dritte Quartal 2008 bleibt der Londoner Kommunikationskonzern bei seinem Ziel, den operativen Profit pro Jahr um 10 bis 15 Prozent steigern zu wollen. Dazu beitragen sollen unter anderem die Verbesserung der Personalkosten und der weitere Ausbau von Kooperationen innerhalb der Tochterfirmen. Für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres meldet WPP eine Steigerung der Revenues von 16,2 Prozent auf 1,719 Milliarden Pfund Sterling (3,2 Milliarden Dollar). Bereinigt um Effekte wie die Währungsschwankungen des starken Euros und Dollars und der getätigten Akquisitionen steigen die Einnahmen allerdings nur um 3 Prozent an.

In den vergangenen neun Monaten lagen die Umsätze bei 5,059 Millarden Pfund Sterling (9,839 Milliarden Dollar) und stiegen damit um 14,9 Prozent, die bereinigten Umsatzzuwächse sinken jedoch auf 3,8 Prozent.

Die größten Umsatzsteigerungen erzielte die WPP-Gruppe in diesem Jahr bisher in der Region Asien Pazifik, Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten, wo die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,8 Prozent auf über 2,3 Milliarden Dollar zulegten. Die schlechteste Bilanz zieht WPP in Großbritannien, wo sich die Umsätze nur um 1,9 Prozent erhöhten. Etwas positiver sieht es in den vergangenen neun Monaten im nordamerikanischen Markt aus, wo WPP seine Geschäfte um 4,8 Prozent auf nunmehr 3,4 Milliarden Dollar ausbauen konnte.

Überaus erfreulich schnitt der Kommunikationsriese in Kontinentaleuropa ab, da hier die Umsätze um 19,2 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar stiegen. Allein im dritten Quartal 2008 konnte die Gruppe ihre weltweiten Billings durch Neugeschäft in Höhe von 1,7 Milliarden Dollar erhöhen. Von Januar bis September stiegen die neu akquirierten Billings auf einen Gesamtwert von 4,2 Milliarden Dollar. ejej
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