WPP will Offerte für Tempus zurückziehen

Donnerstag, 11. Oktober 2001

Die britische Agentur WPP will ihr Übernahmeangebot für die britische Media-Gruppe Tempus zurückziehen. Die Marktbedingungen hätten sich nach den Terrorattacken auf die USA nachhaltig verschlechtert, teilten die Engländer als Begründung mit.

Ob die Londoner Stock-Exchange dem Ersuchen von WPP stattgibt, sein 639-Millionen-Dollar-Angebot zurückzuziehen, scheint keineswegs gesichert. Schließlich hat WPP noch eine Woche nach dem Anschlag 2,37 Millionen Aktien von Tempus gekauft. Bereits am 21. September hatte sich die französische Werbegruppe Havas aus dem Bieterkampf zurückgezogen. Die Franzosen begründeten ihre Entscheidung ebenfalls mit den unsicheren Aussichten in der Werbebranche.

Havas hatte im Juli ein Kaufangebot für Tempus abgegeben, das Ende August von WPP mit einem um 3 Prozent höheren Gegenangebot von 555 Pence je Aktie übertrumpft wurde.
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