WPP wächst um rund 2 Prozent / Weniger Gehalt für CEO Sorrell

Montag, 17. Juni 2013
CEO Martin Sorrell verdient jetzt etwas weniger (Foto: WPP)
CEO Martin Sorrell verdient jetzt etwas weniger (Foto: WPP)

Die weltgrößte Werbeholding WPP hat aktualisierte Bilanzzahlen vorgelegt. Auf der Hauptversammlung in der vorigen Woche präsentierte Chairman Philip Lader den Aktionären die Geschäftsentwicklung bis Ende April. Demnach kletterte der um Währungseffekte und Zukäufe bereinigte Umsatz um 2,3 Prozent auf 3,45 Milliarden britische Pfund (rund 4,1 Milliarden Euro). Wachstumstreiber sind die Märkte in den Regionen Asia Pacific, Lateinamerika, Afrika und Mittlerer Osten sowie Zentral- und Osteuropa mit einem Plus von 6,8 Prozent sowie Großbritannien mit einem Plus von 5 Prozent. Weniger gut sieht es in Nordmerika und Westeuropa aus (beide minus 0,3 Prozent). In Europa schneiden Deutschland, Italien, die Niederlande und die Türkei besser ab und können laut WPP Wachstum verbuchen. In Bezug auf die einzelnen Kommunikationdisziplinen kommt das stärkste Wachstum aus dem Bereich Advertising and Media Management (plus 3,5 Prozent). Deutlich schwieriger läuft es im Bereich PR und Public Affairs, hier steht bis April ein Minus von 3,2 Prozent in den Büchern.

Auf der Hauptversammlung von WPP ging es auch um das Gehalt von Konzernchef Martin Sorrell, das im vorigen Jahr von vielen Anteilseignern als zu hoch kritisiert wurde. Jetzt stimmten über 70 Prozent der Aktionäre dem vorgeschlagenen Vergütungspaket zu. Es sieht eine Reduktion des Festgehalts von Sorrell von 2,02 auf 1,8 Millionen US-Dollar und die Kürzung von Boni und Pensionszahlungen vor. Vor allem die Höhe dieser Sonderzahlungen, die Sorrell zu einem der am besten bezahlten Manager in Europa gemacht hatten, hatte zu der Kritik geführt.

Im Umfeld der Hauptversammlung war auch die Nachfolgeregelung für den CEO ein Thema. Laut Presseberichten teilte Chairman Lader mit, dass es einen Plan gebe, wie die Nachfolge des 68-Jährigen aussehen soll - wenn die Zeit dafür reif sei. Derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass Sorrell die Führung des seit 1985 von ihm geführten Unternehmens abgeben könnte. mam
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