WPP sieht Anzeichen für leichte Markterholung

Freitag, 30. April 2010
WPP-Chef Martin Sorrell
WPP-Chef Martin Sorrell

Die weltgrößte Kommunikationsholding WPP sieht Anzeichen dafür, dass sich die Werbemärkte vorsichtig erholen. Bei der Budgetplanung der Kunden werde wieder mehr darauf geachtet, wie man Umsatzwachstum erzielen könne - statt nur Kosten zu reduzieren, teilt der britische Konzern bei der Vorlage der Bilanz für das 1. Quartal 2010 mit. In den ersten drei Monaten erzielte WPP einen Umsatz von rund 2 Milliarden Pfund (rund 3,2 Millarden Dollar). Nach Abzug von Akquisitionen und Währungseffekten entspricht dieses Ergebnis dem des Vorjahresquartals. Vor alllem die Zahlen vom März gäben aber Anlass zur Hoffnung. Hier konnte die Gruppe ein Plus von einem Prozent erreichen - der erste Umsatzanstieg seit 14 Monaten.

Hinsichtlich des weiteren Geschäftsverlaufs gibt sich WPP vorsichtig optimistisch. Sollte sich die Entwicklung fortsetzen, sei bezogen auf das Gesamtjahr ein Umsatzplus von 2 Prozent möglich. Bislang war WPP von einer lediglich stabilen Entwicklung ausgegangen. Auch die Profitabilität entwickele sich wieder besser, so die Holding von CEO Martin Sorrell.

In Bezug auf einzelne Regionen sei in den USA die stärktse Belebung zu spüren mit einem Umsatzanstieg von fast 4 Prozent. Westeuropa (ohne Großbritannien) bleibe dagegen weiterhin problematisch. Hier schrumpften die Umsätze im 1. Quartal um ein Prozent. Bei den Disziplinen hat sich laut WPP der Bereich Branding & Identity, Healthcare sowie "Specialist Communications" (Direktmarketing, Digital und Interactive) mit einem Plus von 2 Prozent am schnellsten erholt. Der Bereich Werbung und Media hat dagegen rund ein Prozent verloren. Zu WPP gehören Agenturnetzwerke wie Ogilvy, Y&R, JWT und Grey sowie die Mediaagenturgruppe Group M. mam     
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