WPP bleibt vorsichtig optimistisch

von Mehrdad Amirkhizi
Freitag, 28. Oktober 2011
WPP-Chef Martin Sorrell
WPP-Chef Martin Sorrell

Die weltweit größte Werbeholding WPP blickt einigermaßen optimistisch auf das kommende Jahr. Bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das 3. Quartal prognostiziert die Gruppe, zu der Netzwerke wie Ogilvy, Y&R, JWT und Grey sowie der Mediaverbund Group M gehören, der Werbebranche für 2012 ein Wachstum von um die 4 Prozent. "Trotz der aktuellen Unsicherheiten sind die Aussichten nicht düster. Wir bleiben bei der Ansicht, dass 2012 nicht das eigentlich herausfordernde Jahr wird", teilt der von CEO Martin Sorrell geführte Konzern mit. Impulse erwartet sich WPP nicht zuletzt von Ereignissen wie den Olympischen Spielen in London, der Fußball-Europameisterschaft und den US-Präsidentschaftswahlen. Im 3. Quartal 2011 konnte die Holding den Umsatz - bereinigt um Akquisitionen und Währungsschwankungen - um 4,7 Prozent steigern. Damit fällt das Wachstum etwas schwächer aus als im 1. und 2. Quartal des Jahres, als das Plus bei 6,7 beziehungsweise 5,6 Prozent lag. In absoluten Zahlen liegt der Umsatz im 3. Quartal bei 2,46 Milliarden britischen Pfund beziehungsweise 2,8 Milliarden Euro. In der Neun-Monats-Bilanz für Januar bis Ende September beträgt das um Zukäufe und Währungsschwankungen bereinigte Plus 5,6 Prozent auf 7,17 Milliarden Pfund (8,23 Milliarden Euro).

Zum Umsatzzuwachs beigetragen haben alle Regionen, wenngleich sich das Wachstum in den USA zuletzt leicht abgeschwächt hat. Am stärksten konnte WPP in den Regionen Asien/Pazifik, Lateinamerika sowie Osteuropa und dem Mittleren Osten zulegen. In diesen Regionen erwirtschaftet WPP inzwischen 29 Prozent seiner Umsätze. Innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre sollen es 35 bis 40 Prozent werden. Auch in vermeintlich gesättigten Märkten wie Großbritannien und dem deutschsprachigen Raum entwickelten sich die Geschäfte gut. In Deutschland, Österreich und der Schweiz liegt das Umsatzplus im zweistelligen Bereich.

In Bezug auf die einzelnen Kommunikationsdisziplinen legte der Bereich Werbung und Media am stärksten zu. Er steht immer noch für den Löwenanteil der Einnahmen. Aus dem Digital-Bereich kommen knapp 30 Prozent der Umsätze. Auch er soll perspektivisch auf 35 bis 40 Prozent wachsen. Zum Stichtag 30. September 2011 beschäftigte WPP mehr als 112.000 Mitarbeiter (ohne assoziierte Firmen), das sind knapp 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die komplette WPP-Quartalsbilanz finden Sie hier. mam
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