WPP-Bilanz 2010: "USA und klassische Medien schlagen zurück"

Freitag, 04. März 2011
Die Nummer 1: WPP-Chef Martin Sorrell
Die Nummer 1: WPP-Chef Martin Sorrell
Themenseiten zu diesem Artikel:

WPP USA Währungseffekt Group M Umsatz Zukauf Agenturgruppe


Die weltweit größte Werbeholding WPP hat ihre Bilanz für das Jahr 2010 vorgelegt: Der um Währungseffekte und Zukäufe bereinigte Umsatz stieg um 5,3 Prozent auf 9,33 Milliarden britische Pfund oder umgerechnet 10,9 Milliarden Euro. Die operative Marge liegt bei 13,2 Prozent; der Jahresgewinn beträgt 661 Millionen Pfund oder 773 Millionen Euro. Den stärksten Zuwachs verzeichnet die Muttergesellschaft von Agenturgruppen wie Ogilvy, Grey, Y&R und JWT sowie der Mediaholding Group M im Bereich Werbung und Media. Hier liegt das Plus bei 7 Prozent. In Bezug auf die einzelnen Regionen liegt Nordamerika mit einem Wachstum von 7,6 Prozent an der Spitze. "Die USA und die klassischen Medien schlagen zurück", lässt WPP-Chef Martin Sorrell in der Bilanzmeldung erklären.

Bei der Einschätzung der Wachstumsperspektiven für die einzelen Märkte wiederholt er seine bereits beim HORIZONT-Award gemachte Einteilung: An der Spitze liegen die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und die Next-11-Länder, dahinter rangieren die USA und Deutschland, gefolgt von Großbritannien und anderen westeuropäischen Staaten vor dem Schlusslicht Japan.

Als Gründe für das Konzernplus von mehr als 5 Prozent nennt WPP unter anderem die verstärkten Marketingaktivitäten in Branchen wie Automobil, Finanzdienstleistungen und Handel. Zudem weist die Holding auf das relativ niedrige Ausgangsniveau des Jahres 2009 sowie die vergleichsweise günstigen Konditionen der Medien hin. Vor allem aber gebe es bei den Kunden wieder die Bereitschaft, in Marken zu investieren.

Im Jahresdurchschnitt beschäftige WPP (ohne Partnerfirmen) 101.387 Mitarbeiter. Das sind knapp 4 Prozent weniger als im Vorjahr. Zum Stichtag 31. Dezember 2010 waren es allerdings rund 104.000 und damit 4,5 Prozent mehr als zum Vorjahresstichtag. Inklusive aller Partnerfirmen hat der Konzern 146.000 Mitarbeiter.

Für das 2011 rechnet die Gruppenführung mit einem ähnlichen Umsatzwachstum wie im abgelaufenen Geschäftsjahr. Nachdem man 2009 viel zu optimistisch und 2010 zu pessimistisch gewesen sei, hoffe man, mit der Prognose von 5 Prozent plus nun eine realistische Einschätzung gefunden zu haben, teilt WPP mit. Die komplette Bilanz der Holding finden Sie hier. mam 
Meist gelesen
stats