Vorsichtiger Optimismus bei Agenturen

Donnerstag, 12. Juli 2007
GWA-Präsident Holger Jung
GWA-Präsident Holger Jung

Die führenden deutschen Agenturgruppen gehen vorsichtig optimistisch ins 2. Halbjahr. In den ersten sechs Monaten konnten fast alle im Rahmen einer gemeinsamen Stichprobe von HORIZONT und "W&V" befragten Agenturen ihren Umsatz weiter ausbauen. Für die Gesamtbranche rechnen die meisten Dienstleister am Jahresende mit einem Plus von rund 5 Prozent. Auch der GWA hält an seiner Prognose von einem Plus zwischen 5 und 6 Prozent fest. Wie bei solchen Befragungen üblich, fallen die Erwartungen für die eigene Agentur zum Teil deutlich positiver aus. So rechnet Y&R Germany mit einem Wachstum von 15 Prozent, Publicis mit 9 Prozent plus. Auch BBDO erwartet einen Zuwachs, der deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt. Das gleich gilt für die deutsche McCann-Gruppe.

Trotz dieser insgesamt positiven Grundstimmung ist aber weiterhin eine gewisse Verunsicherung bei den Agenturen spürbar. Sorgenkinder bleiben die zum Teil langwierigen Entscheidungsprozesse auf Kundenseite sowie der hohe Kosten- und Margendruck, insbesondere in einigen Spezialdisziplinen. "Wir müssen es schaffen, im Online-Bereich auf halbwegs normale Margen zu kommen", erklärt GWA-Präsident Holger Jung. Auch die Suche nach qualifiziertem Personal entwickelt sich immer mehr zu einem Problem. Dies gilt vor allem für die Disziplin Online. mam

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 28/2007 vom 12. Juli

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