Verwertungsgesellschaft für Werbefilmer nimmt ihre Arbeit auf

Dienstag, 11. März 2008
Uta-Sabine Haerlin übernimmt die Geschäftsführung
Uta-Sabine Haerlin übernimmt die Geschäftsführung

Dem Verband Deutscher Werbefilmproduzenten (VDW) wurde vom Deutschen Patent- und Markenamt die Erlaubnis zum Betrieb einer Verwertungsgesellschaft nach dem Wahrnehmungsgesetz erteilt. Der VDW hatte bereits vor einigen Jahren die Initiative zur Gründung der TWF Treuhandgesellschaft Werbefilm ergriffen, um den Produzenten die Geltendmachung gesetzlicher Vergütungen aus dem Urhebergesetz zu ermöglichen. Diese Vergütungsansprüche aus der Kabelweitersendung und der Bild- und Tonträgerabgabe richten sich gegen die Kabelnetzbetreiber und die Hersteller von Kopiervorrichtungen. Die Gelder stehen den Produzenten zu, werden aber aufgrund der gesetzlichen Vorschriften auch für soziale und kulturelle Förderungsprojekte eingesetzt.

Strategisch gesehen ist die Gründung der TWF ein großer Erfolg für den Verband: "Die Zulassung der TWF und damit der 12. deutschen Verwertungsgesellschaft ist ein wichtiger Meilenstein für die Würdigung und Anerkennung der deutschen Werbefilmproduzenten", betont Verbandsvorstand Florian Sigl, Mitinhaber von Bakery Films in Hamburg.

Die Geschäftsführung der VDW-Tochter übernimmt Uta-Sabine Haerlin, die Ende des Jahres aus ihrem Amt als Verbandsgeschäftsführerin aussteigt, um hauptberuflich die Geschicke der TWF zu leiten. "Deutsche Werbefilmproduzenten, die im Gegensatz zu anderen Bereichen der Filmindustrie ohne jede Subventionen auskommen, leisten eine hervorragende unternehmerische Arbeit und besitzen zurecht vergütungspflichtige Leistungsschutzrechte an ihren Programmen", kommentiert Haerlin die Gründung der TWF. "Jetzt wird dieser unternehmerische Beitrag endlich gewürdigt." Haerlin übernimmt die Geschäftsführin der TWF gemeinsam mit dem Münchner Anwalt Martin Feyock.
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