Universal holt Megabudget der Deutschen Bank

Mittwoch, 24. November 1999

Einen Riesencoup landet Universal Media, die Media-Tochter von McCann-Erickson. Die Deutsche Bank konzentriert ihren weltweiten Mediaetat bei der Agentur - allerdings wird in Deutschland die Deutsche Bank 24 weiterhin von Mediacom koordiniert. Mit der Bündelung der Mittel führt die DB ihre Internationalisierungsstrategie weiter, die sie seit der Fusion mit Bankers Trust verfolgt. Künftig betreut Universal Media in Frankfurt nicht nur die verschiedenen Geschäftsbereiche, sondern auch die Tochtergesellschaften der Deutschen Bank (DB). Über die Höhe des Budgets schweigt man sich aus, doch dürfte es sich um einen relativ hohen Betrag handeln. Immerhin macht alleine Media in Deutschland, das bislang von Mindshare betreut wurde, ein Volumen von über 100 Millionen Mark aus. Gerüchte über eine Trennung der DB von dem Media-Joint Venture von JWT und O&M kamen schon im April auf, als Grey eine Kampagne für die Linie für Privatkunden Deutsche Bank 24 entwickelt hatte. Damals wurde über den Wechsel des gesamten Budgets zur Grey-Tochter Mediacom spekuliert. Die Deutsche Bank hat allerdings nur einen Teiletat, nämlich das Mediabudget für die Deutsche Bank 24, zu Mediacom verschoben. Durch die Vergabe des Kreativetats an McCann-Erickson im September kam Universal Media als Anwärter für den DB-Etat ins Spiel. Bei der Betreuung der Bank wird die Mediaagentur auf die Ressourcen von Universal McCann zurückgreifen.
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