Universal McCann lanciert neue Unit Rally@UM

Freitag, 02. September 2011
UM-Chef Michael Dunke kündigt weitere Neuerungen bei der Mediaagentur an
UM-Chef Michael Dunke kündigt weitere Neuerungen bei der Mediaagentur an


Mit Rally bringt die Frankfurter Mediaagentur Universal McCann (UM) eine Unit für Social Distribution auf den deutschen Markt. "In den Köpfen der Verbraucher gibt es keine Trennung mehr zwischen on- und offline", sagt Michael Dunke. Für den CEO der Interpublic-Tochter spielt daher die Bewertung von Touchpoints und Medien auf ihre Absatzrelevanz und verkaufsfördernde Wirkung eine zentrale Rolle. "Im Zuge der Digitalisierung entstehen zudem völlig neue Geschäftsmodelle in der hyperlokalen Distribution", sagt Dunke.
Kerstin Clessienne, Digitalchefin bei UM
Kerstin Clessienne, Digitalchefin bei UM
Social Distribution wird das bei dem Medianetwork genannt, das dafür auch eine eigene Zielgruppe definiert hat: der lokale, mobile, soziale Konsument - kurz LoMoSo. Um sie dreht sich alles, was die neue Unit Rally@UM zu bieten hat, die nun in Frankfurt ihre Arbeit aufgenommen hat. Ganz nach dem Vorbild der USA, wo Rally schon vor drei Jahren bei dem Medianetwork gestartet wurde.

"Rally ist ein echtes Novum im deutschen Markt", erklärt Dunke. Geführt wird sie von Kerstin Clessienne, die Digitalchefin bei UM ist und gemeinsam mit Dunke an der Entwicklung von neuen Produkten uns Services arbeitet. Die vier Mitarbeiter von Rally arbeiten zentral mit allen Abteilungen und Kunden der Mediaagentur zusammen. Erster großer Startkunde war der Software-Gigant Microsoft, für den eine Kampagne am PoS bei Saturn und Mediamarkt entwickelt wurde.

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Für Dunke sind die Zeiten passé, in denen UM nur Mediapläne bei den Werbungtreibenden abgeliefert hat. Die neue Zielrichtung bei UM lautet vielmehr weltweit: "Wir wollen für unsere Kunden Ergebnis relevante Kommunikation machen und an diesen Ergebnissen werden wir uns messen lassen". Pay for Performance nennt Dunke dieses neue Honorarmodell, das er seinen Kunden in Zukunft anbieten kann. Handelskunden seien dafür geradezu prädestiniert und zwei Kunden haben bereits einen derartigen Vertrag mit UM abgeschlossen. Bei ihren Kampagnen übernimmt UM künftig einen Teil des Risikos. Diese Kunden zahlen der Mediaagentur laut Dunke nur eine schmale Basis-Fee und alle Maßnahmen werden erst dann honoriert, wenn sie zum Beispiel nachweislich den Abverkauf eines Produkts oder definierte Marken-KPI‘s gesteigert haben.

Damit schlägt das Medianetwork einen Weg ein, den Agenturen bereits in der klassischen Mediaplanung mit ihren Kunden gehen. Für Dunke ist der Start von Rally aber nur der erste Schritt von UM auf der "Reise in Richtung Marketing Analytics". Weiteren Entwicklungen innerhalb des Networks will er zwar noch nicht vorgreifen, aber das Endziel dieser Reise könnte womöglich die Rolle eines Unternehmensberaters sein, die UM in Zukunft einnehmen wird. ejej
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