Unilever konsolidiert globalen Persil-Etat bei Lowe

Dienstag, 18. Dezember 2012
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Nach sieben Jahren ist Schluss: Die britische Agentur Bartle Bogle Hegarty (BBH) verliert seinen langjährigen Kunden Persil beziehungsweise Omo. Wie Unilever gegenüber HORIZONT.NET bestätigt, bündelt der Konsumgüterkonzern sämtliche Kreativetats seiner Waschmittelprodukte bei Lowe. Die Interpublic-Agentur ist bereits für 70 Prozent der Länder, in denen Unilever Persil beziehungsweise Omo vertreibt, zuständig. Nun übernimmt Lowe auch den bisher von BBH betreuten paneuropäischen Etat sowie das Mandat für Lateinamerika. BBH, die trotz dieser Entscheidung weiterhin den globalen Lead für die Unilever-Waschmittelmarke Surf verantwortet, hatte die Etats 2005 von JWT übernomen. Damit betreut Lowe alle Märkte, in denen Persil beziehungsweise Omo vertrieben werden - den europäischen von ihrem Londoner Büro aus. Von BBH stammt beispielsweise der obige Spot "Roboboy" für Persil, der 2008 in Cannes einen bronzenen Film-Löwen gewann.

Die Entscheidung, die Etats bei einer Agentur zu bündeln, sei zum einen das Ergebnis der wachsenden Globalisierung der Marke, zum anderen soll damit ein einheitliches Auftreten über alle Märkte hinweg gewährleistet werden, so Unilever gegenüber HORIZONT.NET. Omo bietet der Konzern unter anderem in Brasilien, der Türkei und Österreich an.

Auf Agenturbeziehungen in Deutschland hat das Neukundengeschäft von Lowe keine Auswirkungen. Die Marke Persil gehört hierzulande zu Henkel und wird von DDB Tribal betreut.

Zum Hintergrund: Die Marke Persil von Henkel ist in 61 Ländern weltweit vertreten. In manchen Ländern trägt das Premium-Waschmittel andere Markennamen - beispielsweise Le Chat in Frankreich, Wipp in Spanien und Dixan in Italien. Die Rechte an der Marke Persil liegen jedoch nicht allein bei Henkel, sondern gehören in machen Ländern Unilever. Diese Aufspaltung ist historisch begründet. Persil gehört zum Beispiel in England, Frankreich und deren ehemaligen Kolonien zu Unilever. jm
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