Unhate-Kampagne: Benetton wirbt mit küssender Angela Merkel für mehr Toleranz

Mittwoch, 16. November 2011
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Benetton sorgt mal wieder für Gesprächsstoff. Heute stellte Alessandro Benetton, Exekutiv-Vizepräsident der Benetton Group, die neue "Unhate"-Kampagne des Unternehmens in Paris vor. Key-Visual des internationalen Auftritts ist eine Geste, die an Emotionalität kaum zu übertreffen ist: Der Kuss. Mit diesem einfachen, aber sehr aussagekräftigen Symbol, das auf unterschiedliche Art und Weise interpretiert und umgesetzt wird, will Benetton ein Zeichen gegen die Hasskultur setzen.
Zum einen umfasst die Kampagne einen gut einminütigen Film von Regisseur Laurent Chanez, der Begegnungen zwischen Liebespaaren, Freunden und Familien, aber auch Rivalen zeigt. Dazwischen sind immer wieder Kuss-Szenen zu sehen, die die zentrale Botschaft "Unhate!" untermauern sollen.

Um dem Thema noch mehr Nachdruck zu verleihen, hat Benetton eine gleichnamige Stiftung gegründet, die zwischen verschiedenen Interessensgruppen vermitteln will.  Zudem will die Stiftung "Ideenschmiede und Anziehungspunkt für Experten und neue Talente aus Kultur, Wirtschaft, Recht und Politik sein". Auch Personen, die "von einfachen Bürgern zu Anführern von Bewegungen wurden" oder die sich "durch Gedanken oder Taten gegen Äußerungen und Ursachen von Hass hervorgetan haben" will Benetton gewinnen.

Als kommunikative Maßnahmen begleiten Plakat-Aktionen im öffentlichen Raum und Anzeigen das Anliegen. Die Motive zeigen hochkarätige Politiker wie Angela Merkel, Barack Obama oder Nicolas Sarkozy beim Kuss. Wer Unhate im Netz unterstützen will, kann das auf http://unhate.benetton.com/ tun. Hier steht eine Kiss-Wall bereit, die aus jedem hochgeladenen Bild ein großes, sich bei jedem Klick wandelndes Kuss-Mosaik erstellt. Auf Twitter soll zudem eine Liste der Dinge "die wir nicht hassen" ständig erweitert werden. jf
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