UM-Chef Dunke baut deutsche Mediabrands Benefit Bundles auf

Donnerstag, 27. Oktober 2011
UM-Boss Michael Dunke bringt die Benefit Bundles von Mediabrands auf den deutschen Markt
UM-Boss Michael Dunke bringt die Benefit Bundles von Mediabrands auf den deutschen Markt

Der Chairman und CEO von Universal McCann (UM) Michael Dunke übernimmt weitere Aufgaben in dem Medianetwork. Zusätzlich zu seinem Job als UM-Chef wird er die so genannten IPG Mediabrands Benefit Bundles im deutschen Markt aufbauen. So holprig dieser Name auch klingen mag, ist die neue Bündel-Organisation doch die lang erwartete Antwort der Interpublic-Holding auf die Entwicklungen im globalen Mediageschäft. Weltweit ordnet die Subholding Mediabrands von UM und ihrer Mediaschwester Initiative (IM) damit ihre Spezialagenturen für Display- und Suchmaschinen-Marketing sowie Social Media und Mobile unter einem organisatorischen Dach. Das Zentrum von Mediabrands Benefit Bundles Germany wird in Frankfurt sein, wo auch UM seinen Hauptsitz hat. Damit lässt sich laut Dunke das Pay Per Performance-Modell weiter entwickeln, "denn so können wir alle Daten der Customer Journey erfassen und auswerten".

Im deutschen Markt sind Cadreon für Display, Reprisemedia für Search und Rally für Social Media bereits aktiv. Nur der Mobile-Bereich wird bislang noch in Spezialabteilungen von IM und UM bedient. Deshalb hält Dunke nach einer geeigneten Akquisition Ausschau, um die weltweite Agenturmarke Ansible für Mobile-Marketing bis 2012 auch im deutschen Markt einzuführen.

Der zentrale Augenmerk von Dunke bei den Benefit Bundles liegt allerdings auf der gemeinsamen Plattform, die aus den Daten von allen Mediabrands-Disziplinen gespeist werden soll. Sie heißt Mediabrands Audience Platform (MAP) und wird laut Dunke derzeit mit Hochdruck in San Francisco unter Beteiligung der einzelnen Länder entwickelt.

Doch damit nicht genug, denn im Bereich Handels- und Geomarketing wartet auf den Wirtschaftsgeographen eine ebenso umfangreiche wie reizvolle Aufgabe. Nach der US-amerikanischen UM macht die Nürnberger Tochter UM Retail unter der Führung von Wolfgang Nägele den zweithöchsten Umsatz im Handelsmarketing. "Das beherrschen wir in Nürnberg bis zur Perfektion und in der Kombination mit den digitalen Möglichkeiten liegt die Zukunft", sagt Dunke. Dieses Erfolgskonzept von UM Retail, das selbst von Wettbewerbern neidlos anerkannt wird, soll der Agenturchef nun in andere Länder übertragen. "Für die G 14-Staaten werde ich eine Hyper Local-Strategie entwickeln und unser Know-how aus Deutschland exportieren", erklärt Dunke. Gemeinsam mit Nägele will Dunke aus der deutschen UM Retail bis Ende 2012 "die modernste Agentur für Geomarketing machen". Und sie soll dann als Blaupause für die anderen Märkte dienen.

Den dritten, aber eher nachgelagerten Bereich, den er in Zukunft auch noch bei Mediabrands übernehmen wird, ist die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern. Das gelte vor allem für die Länder, in denen UM keine Firma kaufen will. ejej

Mehr zum Thema lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 43/2011 vom 27. Oktober
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