Thjnk macht nur noch bei acht Wettbewerben mit

Freitag, 02. November 2012
Äußern sich zur Award-Debatte: Armin Jochum (l.) und Stefan Kolle
Äußern sich zur Award-Debatte: Armin Jochum (l.) und Stefan Kolle

Die Diskussion um den Umgang mit Kreativwettbewerben beschäftigt die Agenturen weiter. Jetzt haben zwei führende Akteure entschieden, wie sie bei dem Thema in Zukunft verfahren wollen: Thjnk (ehemals Kemper Trautmann) und Kolle Rebbe. Die Hamburger Agentur Thjnk wird sich künftig nur noch an wenigen ausgewählten Awards beteiligen. "Es geht nicht darum, Rankingpunkte zu sammeln, sondern um die Qualität der Wettbewerbe und der dort eingereichten Arbeiten", sagt Vorstand Armin Jochum. Er hat drei Kategorien von Awards ausgemacht, die für ihn und seine Agentur relevant sind. In Deutschland sind dies der ADC und der Effie, in Europa der ADC of Europe, Euro Effie und Eurobest sowie international Cannes Lions, AME und Global Effie.

Konkurrent Kolle Rebbe, der lange erwogen hat, sich der Award-Abstinenz von Scholz & Friends anzuschließen, macht vorerst weiter. "Uns war es wichtig, dass die Diskussion in Gang kommt und alle Akteure ihr Verhalten überprüfen. Das ist geschehen", erklärt Co-Chef Stefan Kolle. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass seine Agentur ihr Engagement bei Awards ohnehin schon stark reduziert habe.

Vor einigen Wochen hatten zunächst Jung von Matt und kurz darauf Scholz & Friends erklärt, künftig nur noch in einem bestimmten Turnus beziehungsweise gar nicht mehr an Kreativwettbewerben teilzunehmen. Während Jung von Matt nur noch alle zwei Jahre mitmachen will, hat sich Scholz & Friends bis auf Weiteres eine Denkpause verordnet. mam
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