The Gate und Media Square stellen Insolvenzantrag

Donnerstag, 13. November 2008
Oliver Schwall, Nordeuropa-Chef von Media Square
Oliver Schwall, Nordeuropa-Chef von Media Square

Die Düsseldorfer Agentur The Gate und ihre Holding Media Square Deutschland stehen vor dem Aus. Für diese beiden Firmen wurde Anfang November ein Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigt Oliver Schwall, Nordeuropa-Chef von Media Square. Zuständiger Insolvenzverwalter ist Ralf Zimmermann von der Kanzlei Kebekus & Zimmermann. Hintergrund für den jetzigen Schritt ist offenbar, dass Investoren wie die Royal Bank of Scotland den Geldhahn zugedreht haben. Zwar betont Schwall, dass das laufende Geschäft weitergehen soll. Angesichts der aktuellen Situation würde es aber kaum überraschen, wenn die verbliebenen Kunden der Agentur den Rücken kehren.Wichtigster Auftraggeber ist der Stahlkonzern Thyssen-Krupp. "Wir warten den weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens ab", erklärt ein Sprecher des Unternehmens. Auch die Deutsche Telekom, die zu SEA-Zeiten mit Abstand größter Kunde der Agentur war, steht noch auf der aktuellen Referenzliste.

Größter Kunde von The Gate: Thyssen-Krupp
Größter Kunde von The Gate: Thyssen-Krupp
Von der drohenden Pleite sind rund 40 Mitarbeiter betroffen. Die drei Frankfurter Gruppenmitglieder The Gate Hoffmann SchaltSEA PR und Muth BDC mussten dagegen nicht den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Für sie wird derzeit nach einer Lösung gesucht. In der Diskussion steht unter anderem ein Management Buyout.

Die Gate-Gruppe war erst im Sommer dieses Jahres in ihrer aktuellen Form gelauncht worden. Agenturchef Schwall hatte damals ehrgeizige Pläne verkündet, auch Akquisitionen waren geplant. Der frühere S&J-Manager erklärt, dass er vorerst weiter an Bord bleiben und die Angelegenheit "vernünftig über die Bühne bringen" will. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es eher früher als später zu einer Trennung kommen dürfte. Schwall ist seit Anfang des Jahres für Media Square tätig. mam 
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