Telekom verzichtet auf Mindshare

Mittwoch, 13. Februar 2002

Die Deutsche Telekom hat ihre Zusammenarbeit mit der Frankfurter Mediaagentur Mindshare mit sofortiger Wirkung beendet. Der Mediaetat des Telekommunikationsanbieters, der in Deutschland laut AC Nielsen im vergangenen Jahr bei brutto 220 Millionen Euro lag, war erst Anfang 2001 nach jahrelanger Zusammenarbeit mit dem damaligen Mediahaus Ströbel auf die Frankfurter Mediaagenturen Mindshare und Universal McCann sowie die Düsseldorfer Mediacom verteilt worden.

Mindshare und Universal McCann teilten sich den weltweiten Planungs- und Beratungsetat, während Mediacom seitdem für den Einkauf der Werbeplätze zuständig ist. In Zukunft wird nur noch Universal McCann unter der Regie von Geschäftsführer Wolfgang Krüger die weltweite Koordination aller Werbeaktivitäten übernehmen.

Als Grund für die Vertragsauflösung nennt die Telekom "Interessenkollisionen im europäischen Ausland". Mindshare hatte zuletzt den Etat des Telekom-Konkurrenten Hutchinson für den britischen Markt gewonnen. Zudem betreut die Mindshare-Schwester Ogilvy & Mather den weltweiten Etat der spanischen Telefonica. Ogilvy gehört wie Mindshare zur internationalen Agenturholding WPP .
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