TBWA Deutschland bekräftigt "Nein" zu Goldideen

Freitag, 26. August 2011
TBWA muss seine Kreativchefs Kurt-Georg Dieckert (l.) und Stefan Schmidt ersetzen
TBWA muss seine Kreativchefs Kurt-Georg Dieckert (l.) und Stefan Schmidt ersetzen

Die von mehreren Personalabgängen betroffene deutsche TBWA-Gruppe sieht sich gezwungen, ihre Haltung zu Kreativwettbewerben zu bekräftigen. Nachdem vor zwei Wochen bekannt geworden war, dass die beiden Kreativchefs Stefan Schmidt und Kurt Georg Dieckert die Agentur zum Jahresende verlassen, kamen Spekulationen auf, dass TBWA in Zukunft mehr Goldideen produzieren werde, um seine Position in den einschlägigen Rankings zu verbessern. Dieser Mutmaßung tritt die Omnicom-Tochter nun via Pressestatement entgegen.  "Bereits vor fast zehn Jahren haben wir die Entscheidung getroffen, nicht an dem deutschen Phänomen Goldideen teilzunehmen", schreibt die Omnicom-Tochter. An dieser Haltung habe sich nichts geändert. Im Gegenteil: "Löwen, Pencils, Effies oder Nägel bedeuten uns viel, aber nur für echte Leistungen auf echten Kunden der Agentur. Hierfür setzen wir unsere Kreativität ein, die wir in erster Linie als ,smart thinking' verstehen."

Die Agentur hatte in der letzten Zeit wenig Erfolg bei Awards - zum Leidwesen der Network-Verantwortlichen. Die schwache Bilanz der letzten Zeit hat auch damit zu tun, dass Schmidt und Dieckert als entschiedene Gegner von Goldideen gelten. Allerdings wurden zuletzt auch mit großen und sichtbaren Arbeiten - von denen es allzu viele gar nicht gab -  kaum Preise gewonnen.

Derzeit sucht TBWA nach einem neuen Kreativchef für das Berliner Büro. Eine übergreifende CCO-Rolle, wie sie Schmidt und Dieckert hatten, soll es künftig nicht mehr geben. mam 
Meist gelesen
stats