Super-Bowl-Analyse: Audi fährt Mercedes davon

Mittwoch, 06. Februar 2013
Tonalität der Auto-Spots im Vergleich (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Tonalität der Auto-Spots im Vergleich (zum Vergrößern bitte Anklicken)
Themenseiten zu diesem Artikel:

Audi Großevent Mercedes Prom Willem Dafoe Kate Upton Twitter


Dank des Social Web müssen Werbefans nicht mehr bis zum Abend des Super-Bowl-Finales warten, um die oft eigens für das sportliche Großevent kreierten Commercials sehen zu können. Spannend für Agenturen und ihre Kunden, denn so können sie schon vor der Ausstrahlung sehen, wie ihre Kreationen beim Publikum ankommen. Gute Nachricht für die deutschen Autobauer: Ihre Spots sind beim diesjährigen Spektakel überdurchschnittlich gut angekommen. Das ergibt eine Auswertung des Software-Unternehmens Attensity im Zeitraum zwischen dem 20. Januar und dem 3. Februar. Die Studie untersuchte unter anderem die Tonalität von auf Sozialen Plattformen getätigten Kommentaren mithilfe einer kontextbezogenen, linguistischen Textanalyse. Das Ergebnis hinsichtlich der Autobauer: 81 bis 98 Prozent der Aussagen waren positiv. Im direkten Vergleich der deutschen Hersteller zeigt sich: Audi hat die Nase vorn. 98 Prozent der User äußerten sich positiv über den von Venables Bell & Partners kreierten Spot "Prom" (siehe oben), 2 Prozent negativ.

Konkurrent Mercedes konnte mit seinem Clip mit Stars wie Willem Dafoe, Kate Upton und R&B-Sänger Usher dagegen nur wenige begeistern und wurde laut der Studie als langweilig empfunden (Vergleich in absoluten Zahlen: 527/11 bei Audi, 63/13 bei Mercedes). Besonders in den Vortagen des Finales erntete der Spot der Stuttgarter (Kreation: Merkley + Partners, New York) Kritik, da er von Eltern als "anzüglich" eingestuft wurde. Langeweile sei wegen der eingesetzten Slow-Motion-Technik schon vorher aufgekommen. Volkswagen hatte trotz des Vorwurfs, einen rassistischen Spot zu zeigen, eine vergleichsweise hohe Zahl von positiven Beurteilungen.

Insgesamt untersuchte Attensity 10.247.020 Beiträge auf sozialen Plattformen. Das Gros davon - nämlich rund 9,7 Millionen Beiträge - stammt von Twitter. Knapp 4,5 Millionen Beiträge insgesamt wurden alleine am Finaltag, 3. Februar, gezählt (Twitter: knapp 4,4 Millionen).jm



Meist gelesen
stats