Studie: Umweltbewusstsein setzt sich in der Markenwelt durch

Mittwoch, 10. Oktober 2007
Innocent ist Vorreiter bei abbaubaren  Verpackungsmaterialien
Innocent ist Vorreiter bei abbaubaren Verpackungsmaterialien

Bei der Produkt- und Verpackungsgestaltung von Marken wird zunehmend das wachsende Umweltbewusstsein der Verbraucher berücksichtigt. Das zeigt eine Studie des Agenturnetzwerks International Design Partnership (IDP). "Bio und Bio-Design ist längst kein Nischengeschäft mehr, sondern mittlerweile mehrheitsfähige Konsumalternative", resümiert Carsten Buck, Geschäftsführer der Hamburger Design-Agentur Mutter die Ergebnisse der grenzüberschreitenden Studie "Green Minded Brands". Mutter ist seit diesem Jahr einziges deutsches Mitglied des IDP.

Laut Studie wird diese Entwicklung genutzt, um das Image von Marken neu zu positionieren. Ein Trend, der trotz großer gesetzlicher Unterschiede international zu beobachten sei, so die Untersuchung. Als Beispiele werden Somat von Henkel und Ariel von Procter & Gamble genannt, die sich neuerdings Reinheit bei weniger Temperatur auf die Fahne schreiben und damit signalisieren: Klimaschutz statt Wasserverschmutzung.

Die englische Marke Innocent Drinks setzt beispielsweise auf abbaubare Verpackungsmaterialien. Was wie eine Plastiktrinkflasche aussieht, ist ein aus Mais gewonnenes abbaubares Verpackungsmaterial. In Schweden befindet sich das Verpackungsunternehmen Ecolean auf Erfolgskurs mit Nachfülltüten, die aus Kreide hergestellt sind.

Die IDP-Studie ist aus der länderübergreifenden Zusammenarbeit von weltweit 18 Design-Agenturen entstanden. Rund 400 Fachleute aus vier Kontinenten sind in dem Netzwerk zusammengeschlossen, um global relevante Trends aufzuspüren, Branchenstandards zu entwickeln und innovatives Produktdesign zu fördern. Weitere Infos: www.mutter.de. si
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