Studie: Behörden und Verbände haben Nachholbedarf bei Krisenkommunikation

Dienstag, 04. Februar 2003

Insbesondere Behörden und Verbände haben in Deutschland in Sachen Krisenkommunikation einiges nachzuholen: Zu diesem Schluss kommt eine bundesweite Umfrage der Berliner Kommunikationsberatung 12Cylinders. Für die Studie, die jetzt unter dem Titel "Krisenprävention in Deutschland" vorliegt, wurden 300 Unternehmen, 243 Bundes- und Landesinstitutionen sowie 228 Verbände befragt.

Nur knapp 70 Prozent aller Behörden und 57 Prozent aller Verbände machen sich Gedanken über Präventivmaßnahmen und halten einen Plan für brenzlige Situationen bereit. Die meisten beschränken sich eher auf reaktive Instrumente wie die Errichtung eines Krisenstabs (Behörden: 72,3 Prozent, Verbände: 83,3 Prozent, Unternehmen: 89,4 Prozent). Unternehmen hingegen gehen weitaus strategischer vor: 95 Prozent haben einen Krisenplan in der Schublade, 87 Prozent verfügen über entsprechende Szenarien und 66 Prozent organisieren sogar Übungen für den Ernstfall.

Besonders schlecht gerüstet sind Behörden und Verbände laut Studie, wenn es um das Management von kommunikativen Problem geht. Vor der Verbreitung von Gerüchten, öffentlichen Auseinandersetzungen und Angriffen seitens der Medien fühlen sich viele schlecht geschützt.
Meist gelesen
stats