Ströbels Abgang reine Spekulation

Montag, 26. November 2001

Nach fast einem halben Jahr zähen Ringens um die britische börsennotierte Mediaholding Tempus ist zwar klar, dass WPP die Übernahmeschlacht gewonnen hat. Welche personellen Konsequenzen die Fusion der beiden Holdings nach sich ziehen wird, steht hingegen noch in den Sternen.

Bereits kursierende Gerüchte, die schon zum Jahresende den Absprung von Jürgen Ströbel prophezeien, will der Firmengründer des Düsseldorfer CIA Mediahauses nicht bestätigen. "Es ist eine neue firmenrechtliche Situation und alle Beteiligten sind damit beschäftigt, diese Situation relativ kurzfristig zu klären", erklärt Ströbel und betont: "Bevor das nicht der Fall ist, habe ich keine Veranlassung, mich an Spekulationen zu beteiligen".

Seinen ersten Antrittsbesuch gemeinsam mit dem Geschäftsführer von CIA Mediahaus Hans Kratz bei den neuen WPP-Herren in London hat er vergangene Woche absolviert. Wie es künftig weitergehen wird, lässt Ströbel völlig offen. Er rechnet aber damit, dass in wenigen Wochen die Marschrichtung für die Integration des CIA-Networks in die WPP-Holding feststehen wird. Bis es soweit ist, kümmert sich Ströbel lieber um sein jüngstes Baby in München, wo er eine neue Agentur namens Ströbel Communications gegründet hat, die dieser Tage an den Viktualienmarkt umziehen wird.
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