Strerath-Schelte: Deichmann kontert Kritik des Ogilvy-Chefs

Freitag, 13. April 2012
Ogilvy-CEO Thomas Strerath hatte Deichmann via Facebook scharf angegriffen
Ogilvy-CEO Thomas Strerath hatte Deichmann via Facebook scharf angegriffen
Themenseiten zu diesem Artikel:

Thomas Strerath Facebook Beschuss Auftragsvergabe



Deichmann steht schwer unter Beschuss: Erst warf Ogilvy-CEO Thomas Strerath dem Schuhhändler in einem wütenden Facebook-Post unverschämtes Gebaren bei der Auftragsvergabe vor. Seitdem rollt eine Welle der Solidarität für Streraths Kritik durchs Social Web. Gegenüber HORIZONT.NET verteidigt sich Deichmann nun gegen die Vorwürfe. Grundsätzlich stehe es den Agenturen natürlich frei, sich zu an der Aktion zu beteiligen. Wer mitmachen möchte, könne das tun, so eine Unternehmenssprecherin. Man werde regelmäßig von vielen Agenturen kontaktiert, die ihre Ideen präsentieren wollten. Mit der Herangehensweise, ohne wirklichen Pitch eine Kampagne anzufordern, habe man den Spieß einfach mal umdrehen wollen. "Das ist sicher ungewöhnlich", gibt die Sprecherin zu. Man sei in der Vergangenheit zwar bisher nicht so vorgegangen. Aber weil man der Kreativität freien Lauf lassen wollte, habe man bewusst nicht gebrieft.

Insgesamt habe man rund 20 Agenturen angesprochen und "den Prozess offen und transparent kommuniziert". Auch die Hausagentur Grey habe man informiert und sie nicht außen vorgelassen. Für Streraths Schritt, den Vorgang via Facebook öffentlich zu machen, hat Deichmann hingegen kein Verständnis: "Es ist schade, dass man uns nicht direkt auf das Thema angesprochen hat. Als potenzieller Auftraggeber hätten wir uns natürlich gefreut, offene Fragen in einem persönlichen Gespräch erläutern zu können." Alles in allem herrscht offenbar jedoch keine große Aufregung bei Deichmann: "Wir sehen das gelassen." ire
Meist gelesen
stats