Streit um den DDV-Haushalt spitzt sich weiter zu

Dienstag, 03. August 2004

In der Auseinandersetzung um den Mitte Juni verabschiedeten Sparhaushalt des Deutschen Direktmarketing Verbands (DDV) verhärten sich die Fronten: Die Kritiker der Verbandsführung werfen dem DDV in einem von Anwälten verfassten Schreiben vor, falsche Behauptungen zum Thema aufzustellen. Sie dementieren darin einem im Mitgliederbereich auf der DDV-Website veröffentlichten Bericht, wonach der Versuch, die schriftliche Abstimmung über den Sparhaushalt 2004 per einstweilige Verfügung zu stoppen, in zwei Instanzen gescheitert sei.

In dem von Rechtsanwalt Wolfgang Naegele verfassten Schreiben heißt es dazu, das Landgericht Wiesbaden habe das Abstimmungsverfahren nur deshalb nicht untersagt, weil es keinen Beschluss für die Abstimmung gegeben habe und sie somit nicht rechtmäßig sei. Auch der Behauptung des DDV, die Mitgliederversammlung in Berlin habe den Abstimmungsweg definiert, widersprechen die Kritiker. Ein solcher Beschluss sei nicht im Protokoll vermerkt. Die Kritiker fordern weiterhin die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, um den DDV-Haushalt 2004 von den Mitgliedern beschließen zu lassen. Der DDV äußert sich "wegen der bereits laufenden juristischen Auseinandersetzung" nicht öffentlich zu dem Thema, so Verbandsgeschäftsführer Michael Muth. ems
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