Streit um DZT-Kampagne: Kartellamt soll entscheiden

Mittwoch, 15. Juni 2005

Im Streit um die Vergabe eines Etats der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) haben der PR-Verband GPRA und der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA nun das Bundeskartellamt eingeschaltet. Nach dem Willen der Verbände soll nun die Vergabekammer der Behörde prüfen, ob das Verfahren zur Vergabe der "Service- und Freundlichkeitskampagne" ordnungsgemäß abgelaufen ist.

Zuvor hatte die Tourismus-Zentrale laut GWA mitgeteilt, den Etat trotz eines Einspruchs an die Sieger-Agentur Abold zu vergeben. Mit der Rüge wollten GWA und GPRA erreichen, dass die Angebote der unterlegenen Agenturen neu bewertet werden. Grund für den Einspruch war ein Artikel der Financial Times Deutschland, in dem über Verbindungen von Jury-Mitgliedern zu der Sieger-Agentur berichtet wird.

Laut den Verbänden wird der Antrag auf Überprüfung des Verfahrens von den unterlegenen Agenturen unterstützt. Dazu zählen die PR-Agenturen Fischer-Appelt und Pleon sowie die Kreativagenturen Zum Goldenen Hirschen und Scholz & Friends. Das Budget, um das in der Auseinandersetzung geht, ist rund 3 Millionen Euro schwer. Der Auftritt soll Tourismus-Beschäftigte während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zur Freundlichkeit gegenüber WM-Gästen animieren. jh
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