Stammbetreuer Grabarz & Partner pitcht nicht um Ikea

Freitag, 25. Februar 2011
Ikea-Marketingmanagerin Claudia Willvonseder hat den Pitch initiiert
Ikea-Marketingmanagerin Claudia Willvonseder hat den Pitch initiiert

Die Hamburger Agentur Grabarz & Partner verzichtet auf eine Teilnahme am ausgerufenen Pitch um den Werbeetat von Ikea Deutschland. Die Absage begründet Beratungsgeschäftsführer Thomas Eickhoff so: "Ikea weiß, wozu wir strategisch und kreativ in der Lage sind. Nach so langer Zeit halten wir es nicht für zielführend, unsere Kompetenz noch mal in einem Pitch zu beweisen."
Schöne Bescherung: Grabarz & Partner tritt nicht zum Pitch an
Schöne Bescherung: Grabarz & Partner tritt nicht zum Pitch an
Das schwedische Möbelhaus ist Gründungskunde der 1993 gestarteten Agentur. Seitdem war Grabarz & Partner mit Ausnahme zwischenzeitlicher Unterbrechungen mehr oder weniger durchgehend für Ikea tätig. Zuletzt arbeitete die Agentur gemeinsam mit Ogilvy, Nordpol und Grimm Gallun Holtappels in einem Pool für den Kunden. "Die Entscheidung fiel uns ausgesprochen schwer", erklärt Grabarz-Kreativchef Ralf Heuel, "denn mit Ikea verbindet uns viel mehr als ein normales Agentur-Kunden-Verhältnis. Wir sind ja praktisch zusammen groß geworden". Ikea-Marketingmanagerin Claudia Willvonseder, die den Pitch initiiert hat, sagt: "Wir bedauern den Entschluss, müssen ihn aber respektieren."

Trotz des Verzichts auf die Pitchteilnahme bleibt Grabarz & Partner weiter für den Kunden tätig. Der von der Agentur betreute Dialogetat für Ikea Family ist nicht Teil des Pitches und wird weiter von dem Team um Eickhoff und Heuel betreut. Auch Pool-Mitglied Nordpol hat inzwischen erklärt, nicht am Pitch teilzunehmen. Gleichzeitig betont Agenturchef Mathias Müller-Using, dass man weiter für Ikea arbeite. Derzeit entwickelt die Agentur die Midsommar-Kampagne. Der aktuelle Wettbewerb war Ende Januar ausgerufen worden. Er wird von der Strategie-Agentur Diffferent betreut.

Für Grabarz & Partner ist es die zweite Trennung von einem renommierten Kunden innerhalb kurzer Zeit. Erst vorige Woche hatte die Agentur bekannt gegeben, dass sie und Veltins wegen "unterschiedlicher Auffassungen über die kommunikative Markenführung" getrennte Wege gehen. mam
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